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7. April 2015
Monströse Großprojekte . . .
. . . fordern (zeitlichen) Tribut. Nach der Fair-isle-Tam war mir nach "mindless knitting" - und da mir nach Frühling war, schlug ich eine(n) Aurinko aus gut abgelagertem, von mir vor zwei Jahren mit Säurefarben gefärbten Kammgarn an.
Als ob das nicht genug wäre, wuchs noch die Lust einen Reisenden anzuschlagen.
Immerhin, die finnische Sonne habe ich heute abgekettet. Sie liegt grade in der Badewanne und entspannt sich. Jetzt habe ich endlich das lange Nadelseil frei, um die blaue Riesentüte mal probeweise überzustreifen.
Da musste dann aber doch zwischendurch diese kleine Nettigkeit (nein, ich werde nicht wieder Oma) für das schnelle Erfolgserlebnis her.
Mangels Cochenille färbten die Assistenten vom Osterhasen ihre Eier dieses Jahr mit Zwiebelschalen, was zu einem schönen Rostrot auf den weißen Eiern führte - nicht zu vergessen die Farben, die die Blätter auf das Ei brachten. Diese drei Exemplare sind vom Großfamilienbrunch über geblieben. Habt eine gute Zeit!
18. Mai 2014
Großes Strickvergnügen
Meine aktuelle Strickliebe ist der "Entrelac Shawl with Tassels" von Eva Martinsson. Ich verliebte mich spontan in ihn, als ich bei ravelry über das von Lea Victoria gestrickte Exemplar stolperte. Ursprünglich hatte ich das im letzten Beitrag vorgestellte handgesponnene Garn dafür verstricken wollen, hatte dann aber den Eindruck, dass die seidige Glattheit des Garns für dieses Tuch nicht geeignet ist.
So stricke ich meins ebenfalls mit Noro Silk Garden Sock Yarn. Hier wartete ein von aussen sehr unspektakuläres Knäuelchen (außen sah man nur die Blautöne) schon länger auf seine Bestimmung. Mit Mühe und Not habe ich dann noch ein zweites Knäuel der gleichen Farbnummer im www entdeckt und kann den Strickspaß weiterführen.
Entrelac-Muster haben mir eigentlich nie besonders gefallen, aber in Kombination mit den Quasten und der Form finde ich Entralac perfekt.
Vor allem ist es toll für die Farbenpracht der Norogarn geeignet, die hier flächig in Erscheinung treten kann.
Dieses Garn beflügelt meine Spinnphantasie.
Der Seidenanteil scheint hauptsächlich aus Throwster waste zu bestehen und verleiht dem Garn eine ganz besondere Textur.
Ich hatte übrigens nur einen Knoten im ersten Knäuel. Zweimal ist mir das Garn gerissen, weil es an den besonders voluminösen Stellen zu wenig Drall hatte. Aber diese "handspunartige" Ausspinnung ist eben auch eine Besonderheit von Noro.
Ich liebe Norogarne.
26. April 2014
Abschied von der Lieblingsinsel . . .
Schöne Tage mit Großfamilie liegen hinter mir. Meine Eltern und meinen Bruder habe ich mit meiner Liebe zur Lieblingsinsel angesteckt und auch mein erwachsener Sohn mit seiner Freundin und meinem Strahlemann-Baby-Enkel fuhren mit. Der kleine Kerl ist (fast) immer gut drauf und wir (der Rest der Familie) hatten viel Freude an ihm.
Beim Stricken auf der Fähre und im Strandpavillion dabei war in den ersten Tagen ein "Sonnentäuchen", gestrickt aus einem schönen 100g-Strang handgefärbter Wolle von Helena. Das kleine Tüchlein ziert nun den Hals meiner großen Tochter. Sie findet die Größe genau richtig als Halswärmer.
Kaum war der erste Sonnentau fertig, hatte ich überraschenderweise Lust, noch einen zu stricken.
| ein Insel-Muss für meine Mädchen - der Ritt auf dem immer gleichen Eselchen |
| Abschied von der schönsten Insel der Welt |
4. April 2014
Das "Sonnentau"-tuch ist auch endlich fertig geworden . . .
. . . und wird hier auf die Schnelle von meiner großen Tochter präsentiert, bevor es nun endlich meiner Mutter überreicht wird, die sich diese handgesponnene Wolle ausgesucht hatte. Die Anleitung ist wirklich toll, um handgesponnene Singlegarne zur Geltung zu bringen. Allerdings ließ meine Motivation an der Abschlusskante einen Tentakel nach dem anderen zu stricken deutlich nach und so blieb das Tuch eine Weile liegen, bevor mich gestern Abend der Ehrgeiz packte, es endlich fertig zu stellen. Grade habe ich die Fäden vernäht und ich glaube, ein Waschen und Spannen ist nicht nötig. Das spare ich mir jetzt einfach mal. Die Bommel fallen auch so sehr schön.
Das Tuch wiegt 220g und ist über zwei Meter lang. Ideal zum Einkuscheln, zumal die Polwarthwolle sehr weich ist.
6. Februar 2014
"Sonnentau" nähert sich der Fertigstellung . . .
. . . und ich sage euch, die Abschlusskante ist wirklich bääh. Nur Tentakeln stricken ist etwas nervig, aber bald ist es geschafft und ich kann euch das Tuch in all seiner Pracht zeigen. So fing es an. Google macht übrigens wieder ganz fiese Sachen mit meinen Fotos :-(
Sie versuchen es wieder mit der "automatischen Bildoptimierung". Grauenhaft.
Sie versuchen es wieder mit der "automatischen Bildoptimierung". Grauenhaft.
30. Oktober 2013
Warten, färben, stricken und Kaffee trinken . . .
Ich habe jetzt tatsächlich 2 erste Socken angestrickt. Parallel dazu wächst der "Sonnentau". Bei dem guten Wetter heute habe ich auch noch draussen und drinnen die Färbetöpfe angeschmissen, nochmals mit Dahlien gefärbt und einen Strang Wolle aus dem kalten Walnussschalensud gezogen. Dieses Mal hat nicht E. für mich Walnussschalen aus dem elterlichen Garten gesammelt, sondern meine baldige Mitoma P., ihre Mutter. Die Schalen lagen bei ihr länger rum, waren ganz braun und matschig geworden, was der Färbekraft aber keinen Abruch tut.
Tja, was soll ich sagen, errechneter ET war gestern, es tut sich nichts und die werdenden Omas und alle anderen Verwandten müssen weiter warten.
Aber wie ihr seht lenke ich mich hervorragend ab.
28. Oktober 2013
Sonnentau ist angestrickt . . .
Das Tuch für meine Mutter ist angestrickt und gefällt mir sehr gut.
Das handgesponnene Polwarthgarn verstrickt sich sehr angenehm und fühlt sich unglaublich weich an. Ich stricke Sonnentau, dessen Tentakeln einfach hinreissend sind ;-).
Meine
Version stricke ich mit Nadelstärke 5. Ich habe mein Knäuelchen vorm
Anstricken gewogen, um es so gut es geht auszunutzen und bin etwas
irritiert über die doch heftigen Gewichtsschwankungen, die Wolle haben
kann. Der Strang brachte schon mal 243g auf die Waage und nun 251g, dabei
fühlt sich die Wolle wirklich trocken an.
6. Oktober 2013
Stricken im Strandpavillion . . .
. . . bei einer Tasse Koffie verkeerd kommt meiner Vorstellung vom Paradies schon ziemlich nah.
Ganz spontan habe ich mit meiner Mutter einen 2 tägigen Kurzurlaub auf Texel verlebt. Mit dabei war mein Langzeitprojekt, ein "Haapsalu shawl", den ich im Mai angeschlagen habe, nachdem ich zwei Musterproben gestrickt hatte, um die für mich passende Nadelstärke herauszufinden. Er eignet sich gut für die Mittagspause oder zwischendurch, da das Muster "Lilac Leaf" einfach ist und die Rückseite links gestrickt wird.
| Strand kurz vor Paal 17 |
Ich bin gespannt, wie das Tuch mit Borte und gespannt aussieht, aber soweit bin ich ja noch nicht.
15. Dezember 2012
Der "Tilly scarf" ist (fast) fertig
Die Fäden sind vernäht und eigentlich könnte man ihn schon tragen, aber ich werde ihn noch waschen und vorsichtig spannen. Der Rollrand an den Seiten ist gewollt und soll keineswegs verschwinden, aber Tillys Neigung sich an der Musterseite einzurollen möchte ich entgegenwirken.
Die Trageeigenschaften werden sehr gut sein, denn jeder, der ihn anfasst sagt: "Boah (ja, das Ruhrgebiet ist nicht weit), ist der weich!"
Tilly ist doch tatsächlich 1,98 m lang geworden und ich habe 404 g Rosy-Green-Wool-Vorlaufgarn, von mir mit grünen Walnussschalen gefärbt, verstrickt.
Jetzt hoffe ich, dass mein Mann, der sich diesen Schal gewünscht hat, ihn auch tragen wird.
18.12.12: Nach dem Waschen, moderatem Spannen und Trocknen rollt er sich nun auch nicht mehr ein - perfekt!
18.12.12: Nach dem Waschen, moderatem Spannen und Trocknen rollt er sich nun auch nicht mehr ein - perfekt!
5. Dezember 2012
Hederasocks, Jakobwolle und immer noch Tilly
Solche Stampfer wie mein Milchflaschenmodel habe ich zum Glück nicht, aber man kann gut erkennen, wie das Muster der "Hedera"-Socken gespannt aussieht. Gut gefällt mir auch die Fersenwand mit Hebemaschen.
Gestern abend bei Géraldine habe ich damit begonnen meine handgekämmten Minikammzüge zu verspinnen - und zwar so wie SIE es wollten. Ich werde ein schlichtes zweifädiges Garn daraus machen und bin sehr beeindruckt davon, wie toll sich die gekämmte Wolle vom Jakobschaf verspinnen läßt.
Tilly ist mittlerweile 1,65 m lang. Wenn sie für mich wäre, wäre ich versucht sie jetzt zu beenden, aber da sie für meinen Mann ist, darf sie noch etwas länger werden.
Danke für eure netten Worte zu Mira. Roswitha schrieb: "Ich finde es immer wieder nett auch etwas über den Menschen hinter dem Blog zu erfahren". Ich finde das auch oft sehr schön, mehr über euch zu erfahren, bin manchmal aber fast erschrocken darüber, WIE privat es oft in anderen blogs zugeht. Die Leser kann man sich nicht aussuchen, leider. Und es gibt Menschen, denen möchte ich keine Portraits meiner Kinder zeigen oder über mein Familien- oder Arbeitsleben erzählen. Wahrscheinlich interessieren die sich aber auch nicht fürs Stricken ;-)
So werde ich mich weitgehend auf meine wollige Seite beschränken, obwohl es mir manchmal schwer fällt, denn gefühlsmäßig lesen hier "Freundinnen". Wie geht es euch zu diesem Thema?
Den "Freundinnen" hier möchte ich aber doch kurz berichten, was mich heute bewegt, auf die Gefühle, dich ich damit verbinde, werde ich aber HIER nicht eingehen.
Den "Freundinnen" hier möchte ich aber doch kurz berichten, was mich heute bewegt, auf die Gefühle, dich ich damit verbinde, werde ich aber HIER nicht eingehen.
Der beste Freund meines Sohnes wäre heute 23 Jahre alt geworden, leider starb er mit 17 an Krebs. Sein Tod hat unser Familienleben, besonders das meines Sohnes nachhaltig beeinflusst.
Mein Sohn hat seine erste große Lebenskrise mittlerweile überwunden, dafür bin ich sehr dankbar!
In Gedanken bin ich heute ständig bei J. und seiner Mutter., die ich jetzt anrufen werde.
28. November 2012
"Tilly" wächst . . .
. . . und hat mittlerweile ein Länge von 1,49 m erreicht. Ich habe aber noch genug Wolle für 4 weitere Musterrapporte. Tilly wird also richtig schön groß. Ich bekomme aber langsam Lust noch ein anderes Projekt zu beginnen, obwohl sich Tilly wunderbar nebenher stricken lässt, wenn man das Muster oft genug wiederholt hat.
15. November 2012
"Tilly"
Zur Abwechslung stricke ich mal keine Handschuhe, sondern einen Schal. "Tilly" aus dem Buch "A fine fleece, knitting with handspun yarns" von Lisa Lloyd gefiel mir seit dem ersten Durchblättern. Nun stricke ich Tilly allerdings nicht aus handgesponnenem Garn, sondern aus Vorlaufgarn von Rosy Green Wool. Ich hatte das Glück die letzten 500 g erwerben zu können. Ich habe 400 g mit grünen Walnussschalen gefärbt und 100 g mit Dahlienblüten. Der Schal wird unbeschreiblich weich. Das Muster verschlingt die Wolle und ich bin gespannt, wie weit ich mit 400 g komme. Was mich freut: Es hat sich schon ein zukünftiger Träger gefunden. Mein Mann fühlte sich spontan zu "Tilly" hingezogen und bis Weihnachten werde ich bestimmt fertig.
6. Oktober 2012
Die grüüüüne Lintilla ist fertig
Heute morgen habe ich die Fäden vernäht - sie ist endlich fertig, die grüne Lintilla aus diesem Material.
Sie wiegt 153 g und ist so groß, dass man sich richtig reinkuscheln kann. 28 g habe ich noch übrig, für eine weitere Rüsche hätte das genau nicht mehr gereicht. Vielleicht stricke ich daraus Pulswärmer. Heute morgen hatte ich sie als Hüftwärmer im Einsatz, sie ist sehr vielseitig einsetzbar.
Ein wirklich toller Entwurf von Martina Behm, das Stricken macht einfach nur Spaß.
30. September 2012
Liebling an meinem Hals . . .
. . . ist zur Zeit diese Lintilla, die ich von meiner Schwägerin Alexandra geschenkt bekommen habe.
Sie hat einen Kammzug von Melanie mit der Handspindel versponnen und daraus nicht nur eine, sondern 2 Lintillas gestrickt (eine für ihre Tochter, eine für mich). Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie weich sich das Gestrick anfühlt.
| Ausnahmsweise mal ein Tragebild, entstanden heute beim Sonntagsausflug |
| Bislicher Insel |
Ich muss neidlos anerkennen, dass meine Lintilla (bei der ich nun endlich die abschließende Rüschenkante begonnen habe) nicht soo weich wird, obwohl das Material identisch ist und ich auch ein Singlegarn gesponnen habe. Wahrscheinlich liegt es sowohl an der Herstellung (Handspindel versus Spinnrad) als auch an der Nadelstärke.
8. September 2012
MEIN Shizuku
Eigentlich hatte ich ihn für das "Wollige-Werkel-Wander-Paket" gestrickt, aber er rief ganz deutlich: Bitte behalte mich! Er ist so weich und kuschelig. Verstrickt habe ich 190 g Frühlingsglanz mit Nadelstärke 8.
Hier gibt es die Anleitung. Um das Material komplett auszunutzen habe ich das Knäuel von beiden Seiten angestrickt und die beiden Teile in der Mitte mit dem Maschenstich verbunden. Am Hals meiner großen Tochter sieht er so aus:
Hier gibt es die Anleitung. Um das Material komplett auszunutzen habe ich das Knäuel von beiden Seiten angestrickt und die beiden Teile in der Mitte mit dem Maschenstich verbunden. Am Hals meiner großen Tochter sieht er so aus:
Und so werde ich ihn tragen:
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