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2. Juni 2013

Färberkamillenkraut und Blutbuchenblätter

Färbungen mit Färberkamillenkraut und Blutbuchenblättern

Jetzt habe ich zwei Färbungen mit Blutbuchenblättern, die deutlich unterschiedlich geworden sind, obwohl die Blätter von der selben Pflanze stammen und ich die selbe Menge verwendet habe. In der Mitte seht ihr die intensive Färbung aus dem letzten Post. Auch das macht die Pflanzenfärberei so einzigartig, dass Ergebnisse fast nie reproduzierbar sind. 
Vorne habe ich einen Strang Lacegarn mit Färberkamillenkraut gefärbt. Jenny Dean erwähnt in ihrem Buch "Wild Color", dass Färberkamillenkraut, anders als die Blüten leicht grüne Schattierungen hervorbringen kann. Das konnte mein Färbeversuch nicht bestätigen. Ich habe in zwei Zügen Gelb gefärbt, das sich allerdings deutlich von dem Orange-Gelb der Blüten unterscheidet.
Grade köcheln Königskerzenblätter auf dem Herd. Bei der Gartenarbeit gestern mussten 3 Pflänzchen im Beet einer Reihe Mangoldsamen weichen.


29. Mai 2013

Die Magie der Pflanzenfarben

Sud der Blutbuchenblätter nach dem Färben

Zum Fotografieren taugte das Wetter der letzten Tage nur bedingt. Entweder schien die Sonne wolkenlos vom Himmel oder es war einfach zu düster. Dabei ist es nicht so, dass ich nichts zu zeigen hätte. Daher heute doch mal ein paar Bilder. Gestern habe ich meine Blutbuche in der Hecke erneut geplündert und ihr 100 g Blätter entwendet. Ist das Magenta des Farbsuds nicht faszinierend? Die ausgekochten Blätter haben ihre rote Farbe verloren.
Der ausgespülte nasse Wollstrang hat eine intensives dunkles Tannengrün. Ich bin gespannt, wie er trocken aussieht.

Blutbuche

ausgekochte Blutbuchenblätter nach dem Färben


Auch die Färbung  mit Bluthaselblättern, die Géraldine mir zu unserem Spinntreffen mitgebracht hatte, hat mich sehr glücklich gemacht. Zwei wunderschöne grasige Grüntöne sind das Ergebnis.
Es lohnt sich, mit unterschiedlichen Garnen zu experimentieren. Das von mir zur Zeit für die Frühlingsfärbungen benutzte einfädige Schurwolllacegarn nimmt die Farben sehr intensiv an.


eingeweichte Bluthaselblätter


Die Blätter des zur Zeit in meinem Garten blühenden Färberwaids lieferten mir das luftige Blaugrau links. Wer sich für die küpenfreie Waidfärbung interessiert, sollte hier nachlesen. Dort findet ihr auch die entsprechenden links zu den Versuchen von Dorothea Fischer und Kirsten. Das luftige Blau ist nicht sehr intensiv geworden, aber ich habe ja auch ausschließlich Blätter des blühenden Waids benutzt, dessen Indigogehalt niedriger ist, als das der Rosetten im Aussaatjahr. Ich mag es und finde grade die Kombination mit dem Bluthaselgrün sehr schön


Und hier noch ein Paar Babysöckchen, gefärbt mit roten Zwiebelschalen. Die Zwiebelschalenfarben sind auch magisch, denn sie verändern sich im Laufe des Tages mehrfach.



17. Mai 2013

Hier ist der nächste Grüne . . .

Färbung mit Blutbuchenblättern

. . . , der die unausrottbare Behauptung widerlegt, mit Pflanzenfarben ließe sich nur eingeschränkt grün färben (ausser man überfärbt mit Indigo).
Das ist wirklich Quatsch, denn es gibt so tolle Grünfärber. Zum Beispiel die Blutbuche, die mir für diesen traumhaften Strang ihre Blätter gestiftet hat. Da ich nur 100 g Blätter abschneiden konnte (an meinem einen Pflänzchen in der Hecke), habe ich in 3 Zügen jeweils ein Drittel des Wolle gefärbt und den kompletten Strang über Nacht im Farbsud auskühlen lassen.
Ich bin von der Farbe ganz hin und weg. So ein schönes Grün habe ich noch nie mit Blutbuchenblättern gefärbt.


Harmonieren sie nicht großartig, meine mit Pflanzen aus der Umgebung gefärbten April- und Maistränge?



25. Mai 2012

Königskerzen- und Blutbuchenblätter



Viele kleine Königskerzen wuchsen wieder da, wo sie nicht hingehörten, nämlich im Gemüsebeet. Es tat mir schon leid, sie auszugraben, aber ich tröstete mich damit, sie zum Färben zu nutzen. Kombiniert habe ich sie mit Blutbuchenblättern, die nicht so kräftig grün färbten, wie erwartet.


Eigentlich sollten die beiden Stränge die Grundlage bieten, für eine Überfärbung mit Ligusterbeeren, aber nun gefallen sie mir gut, so wie sie sind.

Auf Sockenwolle habe ich ein tolles Grün erzielt, als ich eine Goldrutenfärbung von letztem Jahr mit dem Sud der Ligusterbeeren im 6. Zug überfärbt habe. Es bleibt natürlich spannend: Wird die Färbung lichtecht sein?  Unten seht ihr die Überfärbung und Ligusterbeeren auf Sockenwolle pur.


Hier noch einmal mit einer zart grünen Überfärbung auf Schurwollkammgarn. Sockenwolle nimmt die Farben manchmal ganz anders auf als reine Wolle.



Ansonsten habe ich in den letzten Tagen neben dem Broterwerb viel Zeit damit verbracht, meine Buchsbäume wieder ans Rollen zu bringen. Aktuell habe ich 10 Kugeln zwischen knie- und brusthoch in Form gebracht und dabei dem Heuschnupfen getrotzt.



4. Juni 2010

Färbung mit Blutbuchenblättern



Blutbuchenblätter färben wie erwartet Grün. Lediglich der erste Farbzug changiert rötlich/bräunlich, ähnlich wie bei der Färbung mit roten Zwiebelschalen, die vor dem Färben lange einweichen. Den Sud habe ich noch aufgehoben, bin mir aber nicht sicher, wie es mit der Lichtechtheit sein wird. Gebeizt habe ich mit Alaun.
@ Annette: Nix wie ran an den Baum ;-)