17. August 2014

Seht ihr das auch? FREU FREU FREU

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Ihr Lieben, ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich freue. Fairyknits und Lunacy gaben mir den Rat, meine Bilder im png-Format hochzuladen. Ich habe es ausprobiert und bin sehr begeistert. Seht ihr den Unterschied? Das Bild unten sieht endlich wieder so aus, wie ich es haben möchte, bzw. wie meine Originaldatei aussieht. Die Weichheit der Wolle kommt wieder zur Geltung, die Farben sind originalgetreu. . . hach, das habe ich seit Oktober vermisst. DANKE! ICH FREUE MICH RIESIG!
Auch die vielen hilfreichen Kommentare zum Thema Brille und Beleuchtung haben mich weitergebracht. Das Älterwerden lässt sich nun mal nicht ändern, damit hadere ich zur Zeit, aber so geht es uns ja allen.
Ich werde mir jetzt wie von Sabine und Schnuffelwolle vorgeschlagen ein passendes Tageslicht-Vollspektrum-Leuchtmittel (was für ein gigantisches Wort) für die vorhanden Lampe bestellen und mal schauen, wie ich damit zurecht komme. Das ist dann auch günstiger, als direkt eine neue Lampe zu kaufen.

14. August 2014

Mausezähnchen




Jetzt war es sehr lange ruhig hier. Zum einen liegt es daran, dass ich oft keine Freude daran habe, hier Bilder zu zeigen, die nicht so aussehen, wie sie ohne die automatische Bildbearbeitung bei Google aussehen würden, die seit Oktober letzten Jahres ihr Unwesen treibt. Im Fall des abgebildeteten Strickstückes möchte ich laut rufen:
Die Kontraste sind viel zu stark! Grauenhaft!
Aber was soll´s, ändern kann ich leider daran nichts, außer mich nach einem anderen Bloganbieter umzusehen, aber dazu kann ich mich (noch) nicht aufraffen.
Das war einer der Gründe der Blogruhe, denn schließlich lebt mein Blog von Bildern und nicht so sehr vom Text.
Zum anderen hatte ich wenig Strickstücke vorzuweisen. Eine "Altersweitsichtigkeit" macht sich immer mehr bemerkbar, die mir das Stricken verleidete. Mittlerweile habe ich mich aber mit einer Lesebrille (1,5 dpt) arrangiert, die ich bei kniffeligen Arbeiten aufsetze und beim einfachen Stricken wieder absetze.
So freue ich mich an diesem Mäusezähnchenbündchen, dessen Anschlagreihe ich nicht vernäht, sondern direkt mit den in Arbeit befindlichen Maschen zusammengestrickt habe. Mit der neuen Brille ging das plötzlich wieder ganz einfach (nachdem ich zig Versuche ohne Brille gestartet hatte, wo es mir nur lausig gelungen war).
Ein weiteres Sehproblem habe ich abends, da strengt mich das Stricken sehr an und das soll es ja grade nicht, sondern entspannen und Spaß machen.
Wie illuminiert ihr euren Handarbeitsplatz?
Ich merke, dass die Lampe am Sofa nicht mehr reicht. Habt ihr einen Tipp für mich?
Ich habe jetzt mal nach Tageslichtlampen gestöbert, aber der Wust an Information erschlägt mich. True light? Vollspektrumlampen? Lichttherapie? Hokuspokus?


Ich stricke übrigens mal wieder die Hedera-socks, nur statt des Bündchens mit verschränkten Maschen das umgeschlagene Mausezahnbündchen. Das Material ist eine weiche 85/15 Sockenwolle vom Mondschaf (Farbe in echt VIEL schöner, aber das hat auch Google vermurkst, grrr). Das Garn hatte sich das große Töchterlein für neue Socken ausgesucht. Ich bin gespannt, wie lange die Fersen halten.

9. Juli 2014

Das Wetter macht mir einen Strich durch die Rechnung . . .

Färberkamillenblüten

Vorgestern habe ich mit meiner kleinen Erntehelferin Färberkamillenblüten, Schafgarbe und Rainfarn vor der Blüte geerntet. Heute wollten wir färben, aber es regnet und regnet und regnet . . .
So hängt nun der Rainfarn und die Schafgarbe in Sträußen am Rosenbogen und bleiben bei dem Wetter wenigstens frisch ;-)



Fotos von den vom Hilshof zurückgebrachten Strängen, die nun in den shop einziehen können, wollte ich auch machen, aber sie laufen ja nicht weg.
Ein paar habe es aber schon geschafft. Nächste Woche werden es hoffentlich mehr werden.
Géraldine hat in launigen Worten berichtet, wie das Wollfest war.
Wer uns also sonntags nach 14.00 Uhr angetroffen hat und sich über die komischen Weiber gewundert hat: So ist frau drauf, wenn vorher fast der Pavillon weggeflogen wäre und in Windeseile alles abgebaut und provisorisch neu aufgebaut werden musste. Von der gerissenen Leine ganz zu schweigen . . .
Entschuldigt bitte also auch, wenn ich treue Leser unter den Besuchern nicht erkannt oder angemessen begrüßt habe :-)
Es gab viele nette Kontakte und am Samstag auch gemütliches Spinnen am Stand mit lieben Besuchern. Ich durfte auch ein paar tolle Dinge mit nach Hause, bzw. in die Werkstatt schleppen, dazu später mehr.

Schafgarbe und Rainfarn

19. Juni 2014

Geht bei mir immer ;-) . . .


Blau, Türkis, etwas Grün . . . gefärbt mal wieder von Géraldine auf Neuseelandwolle und am Dienstagabend beim Spinntreffen in einem Rutsch versponnen. Und weil ich ein relativ dickes Singlegarn spinnen wollte habe ich mir wieder den großen WooleeWinder gegriffen und weil es schnell gehen sollte die größte Übersetzung gewählt. Da waren wohl nur die Hände nicht schnell genug und ich habe schon während des Spinnens gemerkt, dass es ein "Rasta" werden würde (grins, Géraldine hat die "Überdrehten" so getauft). Nach dem Waschen ist der Drall ganz erträglich und ich werde ihn notfalls beim Verstricken ein bischen baumeln lassen, wenn mal sehr drallreiche Stellen auftauchen.


18. Juni 2014

Mal keine Saisonfärbung . . .



Um auch ein paar kräftigere Farben zum Wollwochenender auf dem Hilshof mitnehmen zu können, habe ich in den letzten Tagen zu Blauholz gegriffen und ein paar sehr schöne Lilatöne gefärbt. Eigentlich müsste Blauholz ja Lilaholz heissen :-)
Wie jedes Mal, wenn ich mit Blauholz färbe, erschrecke ich mich über den ersten Farbzug, der wie die finsterste Nacht daher kommt. Getrocknet gefällt mir das dramatische dunkle Lila aber sehr gut.





Zum Spinnen kam ich in der letzten Zeit wenig und so wurde dieser Strang Texelwolle an drei Spinntreffabenden gesponnen und verzwirnt. Es sollen gemütliche robuste Socken werden und so wunderte ich mich zwar wieder, wie dick das navajoverzwirnte Garn wurde, aber es stört mich nicht.
Der Kammzug namens "Winter blues" stammt von Natalja. Wie immer ein schöner Kammzug, der sich wunderbar verspinnen ließ.
Gestern hatte ich dann einen Kammzug von Géraldine am Start, der farblich genau in mein Beuteschema passte.  Ist zwar fertig gesponnen, aber noch nicht trocken . . .


10. Juni 2014

Mein Mitbringsel vom Flachsmarkt . . . .



 . . . rund um Burg Linn in Krefeld, der immer Pfingsten stattfindet, ist in diesem Jahr dieses wunderhübsche Körbchen aus Moorgras und Rattan und ein Glas Lindenhonig (passend zum großen Lindenberg, wo sich der Stand befand) vom Stand eines Bienenkorbflechters der Gruppe "Den Olden Tied".
Mir hat es sehr gefallen,  dem Herrn aus den Niederlanden am Stand eine Weile beim Flechten zuzusehen.
Ruhig und bedächtig arbeitete er an seinem Körbchen, in dem mehrere Stunden Arbeit stecken. Da konnte ich nicht widerstehen.
Hier präsentiert es pflanzengefärbte Wolle - letzte Woche mit tiefgefrorenen Löwenzahnblüten gefärbt, die Géraldines Kinder und Mann gesammelt hatten.
Danke, ihr Lieben!
Wie man sieht, Löwenzahn färbt auch tiefgekühlt gut :-)
Erstaunlicherweise zog der Farbsud auf die Sockenwolle eher Beige auf, während auf Rosy Green Wool das gewohnt kräftige Gelb aufzog.

Dann habe ich mich heute um ein weiteres Färbergeschenk gekümmert, dass mir Andrea und Marion mitgebracht haben. Die Beiden habe ich am Tag der offenen Tür unserer "Stockumer Wollwerkstatt" kennengelernt und sie mit dem Färbevirus infiziert :-).
Marion hat dafür ihren Holunder Black Lace geplündert. Ich habe die angetrockneten Blätter (136 % waren es) kalt aufgesetzt und mit der gebeizten Wolle zum Sieden gebracht und wurde im ersten Farbzug auf Rosy Green Wool mit einem zarten Grünton (wie passend zu den aktuellen Zartfarben) belohnt.
Der zweite Farbug kühlt noch im Topf aus und wird deutlich kräftiger ausfallen. Verfeinert wurde er mit 40 % Bluthaselblättern, die mir die liebe Géraldine mitgebracht hat.
Vielen Dank euch Allen!



Holunder "Black Lace"-Blätter auf Merinowolle

7. Juni 2014

Momentan kann ich nicht von den zarten Farben lassen . . .

Junifärbungen

  . . . bzw. bestimmt die Natur, wie das Farbspektrum aussieht. Alle Färbungen wurden mit frisch geernteten Pflanzenteilen gefärbt. Ich habe nun meine letzten zweijährigen Waidpflanzen abgeerntet und damit noch mal 3 Nudetöne auf 3 verschiedene  Garne gezaubert. Die Königskerzen im Gemüsebeet fallen nach und nach der Färbelust zum Opfer (außerdem brauche ich den Platz um buntstieligen Mangold zu säen) und liefern Gelb. Die Rosenblätter überzeugen mich mit grünlichen Sandtönen (Géraldine besteht auf das Grün ;-) ).

Rose und Waid auf Filisilk


29. Mai 2014

Ich entdecke grade mein Herz für die ganz zarten Farbe . . .


. . . die einen ganz eigenen Charme entwickeln, wenn ich sie hin und her schiebe.
Oben in der Mitte seht ihr die Rosenblütenfärbung auf Rosy Green Wool. Gefärbt im ersten Farbzug mit 440% frischen Blüten.
Die Folgefarbzüge auf Filigran Lacegarn fielen kräftiger aus. Zusammen mit dem Waidrosa finde ich sie sehr, sehr schön (obwohl ich für mich eher nicht zu diesen Farben greifen würde). Was mir nur auffällt ist, dass sich die gefärbten Stränge etwas "baumwolliger" anfühlen, als sonst. An der Beize liegt es nicht, ich habe die Wolle wie sonst auch mit Kaltbeize Al gebeizt. Die Topftemperatur war auch ok. Liegt es etwa an den Rosenblüten?




27. Mai 2014

Der Farbtopf dampft

Rosy Green Wool

Das Wollwochenende auf dem Hilshof rückt näher. Die Stockumer Wollwerkstatt, sprich Ute, Géraldine und ich sind mit unseren unterschiedlichen Wollprodukten auch wieder am Start. Ute muss noch einige Schafe scheren, Géraldine hat schon tüchtig Kammzüge gefärbt und auch bei mir dampfen die Töpfe.
Ich habe den Wunsch viel Rosy Green Wool mitzunehmen, weil es mir einfach Freude macht, Wolle zu verkaufen, bei der ich sicher sein kann, dass die Schafhaltung in Ordnung ist. Da ich aber immer nur kleine Portionen färbe, oft nur einen Strang pro Farbzug, ist es recht aufwändig, größere Mengen zusammen zu bekommen.
Aber auch Lacegarne und Sockenwolle möchte ich mitnehmen.
Zunächst einmal ging es den übrig gebliebenen getrockneten roten Blättern vom Vorjahr an den Kragen. So entstanden ein ein paar güne Wollstränge.
Aber auch die Waidfärbung von neulich wiederholte ich, denn ich habe so viele 2-jährige Waidpflanzen, die die Beete räumen müssen und es wäre schade, sie nicht zu nutzen.
Leider waren die letzten Tage zum Fotografieren nicht so geeignet und das Bild sieht etwas düster aus. Beim Einkaufsbummel letzte Woche fielen mir in allen Schuhgeschäften Schuhe auf, die genau diese undefinierbare "Mäuseschwänzchenfarbe" der Waidfärbungen haben.
Auch die Babyschuhe meiner Mutter passen gut dazu :-).
Dann gibt es Saisonfarben, zu nennen sind da Brennnessel und Königskerzen, die für unterschiedliche Gelbtöne sorgen.
Für alle, die nicht zum Hilshof kommen können: Die Färbungen gibt es in meinem shop und können auch dort erworben werden. Zum Hilshof nehme ich dann mit, was ich da habe.

Waidfärbungen

Obwohl es heute wieder regnet, färbe ich, denn Rosenduft kann ich auch in der Küche gut ertragen. Die Rosenblütenblätter stammen aus dem Garten der Einrichtung, in der ich arbeite. Dort blühen viele rote Rosen.


Rosenblütenfärbung auf Rosy Wolle :-)

18. Mai 2014

Großes Strickvergnügen


Meine aktuelle Strickliebe ist der "Entrelac Shawl with Tassels" von Eva Martinsson. Ich verliebte mich spontan in ihn, als ich bei ravelry über das von Lea Victoria gestrickte Exemplar stolperte. Ursprünglich hatte ich das im letzten Beitrag vorgestellte handgesponnene Garn dafür verstricken wollen, hatte dann aber den Eindruck, dass die seidige Glattheit des Garns für dieses Tuch nicht geeignet ist.
So stricke ich meins ebenfalls mit Noro Silk Garden Sock Yarn. Hier wartete ein von aussen sehr unspektakuläres Knäuelchen  (außen sah man nur die Blautöne) schon länger auf seine Bestimmung. Mit Mühe und Not habe ich dann noch ein zweites Knäuel der gleichen Farbnummer im www entdeckt und kann den Strickspaß weiterführen.
Entrelac-Muster haben mir eigentlich nie besonders gefallen, aber in Kombination mit den Quasten und der Form finde ich Entralac perfekt.
Vor allem ist es toll für die Farbenpracht der Norogarn geeignet, die hier flächig in Erscheinung treten kann.
Dieses Garn beflügelt meine Spinnphantasie.
Der Seidenanteil scheint hauptsächlich aus Throwster waste zu bestehen und verleiht dem Garn eine ganz besondere Textur.
Ich hatte übrigens nur einen Knoten im ersten Knäuel. Zweimal ist mir das Garn gerissen, weil es an den besonders voluminösen Stellen zu wenig Drall hatte. Aber diese "handspunartige" Ausspinnung ist eben auch eine Besonderheit von Noro.
Ich liebe Norogarne.