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21. März 2012

Die Zarten



Die zarten Naturfaben der Solarfärbungen des letzten Jahres verspinne ich mit dem WoleeWinder.  Er ist etwas schwerfälliger zu bewegen, als die anderen Spinnflügel,  die von Hause aus zum Lendrum gehören. Ich habe das Gefühl beim Treten mehr Kraft aufwenden zu müssen. Allerdings läßt sich der gewünschte Drall  dank der Spulenbremse auch sehr gut einstellen. Der Faden, den ich damit spinne, soll die Grundlage für ein spiralverzwirntes Dick-Dünn-Garn werden.

17. August 2011

Die Wandlung


Die Pflanzenfärberei ist immer wieder spannend. Ich führe grade ein kleine Testreihe mit unterschiedlichen Dahlienblüten durch und es gab schon erste Überraschungen.
Alle Gläser zeigen die gleichen Blüten in unterschiedlichen  Stadien. Oben die frisch in kaltem Wasser angesetzten Blüten, unten die Blüten, nachdem ich sie nach einigen Stunden erhitzt hatte. 


Dann die Überraschung: Der Farbsud der  pinkfarbenen Dahlien, von denen ich Gelb erwartet hatte, färbte meinen Probestrang im ersten Farbzug orange.

@ Alpi: Der zweite Farbzug unterschied sich auch deutlich vom ersten, er ergab das erwartete bräunliche Gelb (Bilder folgen).


24. Juli 2011

Sonnenfarben im Glas


Jenny Dean baut sich für ihr "Solar Dyeing" mit Alufolie ausgeschlagene Boxen. Mir reicht es, die Farbgeber mit der Wolle in ein Einmachglas zu schichten und diese draussen an einen sonnigen Ort zu stellen.
Da meine ersten Versuche von letztem Jahr damit einhergingen, dass es zu Schimmelbildung kam, bin ich nun anders vorgegangen.
Ich löste einen Teelöffel Alaun in etwas warmem Wasser auf, gab die Mischung in das Glas, gefolgt von den Pflanzenteilen und der Wolle. Das Ganze goß ich mit frisch abgekochtem Wasser aus dem Wasserkocher auf, Deckel drauf und fertig. Die Gläser sind nun vakuumverschlossen und es modert nix. Danke an Unbekannt für diesen Tipp, auf den ich irgendwo im Netz gestoßen bin. Leider weiß ich nicht mehr wo.

Von links nach rechts: Ackerschachtelhalm, Ringelblumenblüten, Königskerzenblüten und Geldfelberichkraut mit Blüten (lysimachia punctata).



Intensives Gelb liefern die Blüten der Königskerzen (oben vor der Blüte). Die Wolle im Glas der Ringelblumenblüten verfärbte sich nach einigen Tagen von einem Rotton ins Grüne. Mittlerweile habe ich auch genug orange Ringelblumenblüten gesammelt, um die Färbung noch einmal im Topf zu wiederholen.

@ Anke: Die Gläser müßten ungefähr 1 l Fassungsvermögen haben. Ich habe alle bis auf das Königskerzenglas seit ein paar Wochen draussen stehen.


10. August 2010

Solarfärbung abgebrochen


Zu den neulich gezeigten Gläsern hatte ich noch ein Glas mit Brennnesselkraut und eins mit dem Farbsud der Stockrosenfärbung (rote Blüten) befüllt.
Was ja dem Solarfärbegedanke etwas widerspricht, war, dass ich Wasser abgekocht hatte und es noch recht heiß mit Alaun und etwas Weinsteinrahm versetzt in die mit Kammzug und Färbedrogen gefüllten Gläser gefüllt hatte. Es bildete sich ein Vakuum und die Deckel schlossen dicht.
Die jüngste Färbung, das Glas mit den Brennnesseln, war nach 4 Tagen nicht mehr dicht und fing an nach Brennnesseljauche zu müffeln. Daraufhin öffnete ich alle Gläser. Die Brennnesselfärbung ist nicht sehr kräftig aufgezogen (war aber auch nur 4 Tage im Glas).
Erstaunlicherweise habe ich mit den roten Stockrosenblüten ein helles Beige-Braun erzielt statt Grün. Ob das an der Zugabe von Weinsteinrahm liegt? Auch ein nochmaliges Erhitzen führte nicht zur Veränderung der Farbe.
Einfach nur schön finde ich das Zwiebelschalen-Goldorange.


Hier noch einmal die Stockrosenfärbung auf Kammgarn mit Alaun vorgebeizt und die Kammzüge aus den Einmachgläsern zum Vergleich.


Auch wenn ich nicht jede Färbung einzeln wunderschön finde, kann ich mir vorstellen, dass die Kardiermaschine daraus eine interessante Herbstfarbenmischung zaubert.

31. Juli 2010

Solarfärbung mit Rosenblüten


Vor meinem Urlaub habe ich, angeregt durch Kirsten, deren Färbeexperimente ich immer sehr bewundere, ein Einmachglas mit getrockneten roten Rosenblütenblättern, Merinokammzug und einem Teelöffel Alaun angesetzt. Der Teelöffel Alaun entsprach 10% des Gewichts des Färbeguts. Leider fand ich kein passendes Dichtungsgummi und so lag der Deckel lose auf.
Es hatte sich eine sehr unschöne Schimmelschicht auf der Oberfläche des Rosenwassers gebildet, als ich das Glas 9 Tage später in Augenschein nahm und ich wollte das Ganze zunächst samt der Wolle wegwerfen. Die Schimmelschicht ließ sich jedoch in einem Rutsch abgießen und die Flüssigkeit darunter duftete nach Rose. Nach gründlichem Waschen und Spülen habe ich mich dazu entschieden, die Wolle zu behalten. Es ist ein schönes Gelb aufgezogen.
Ob die Belastung mit Schimmelpilzsporen toxikologisch unbedenklich ist? Leider kann ich diese Frage nicht beantworten, wie so viele Fragen zur Pflanzenfärberei, die mich beschäftigen.
Trotzdem habe ich heute 2 neue Gläser angesetzt: Dieses Mal in neu gekauften, dicht verschließbaren Einkochgläsern.
Zwiebelschalen und Stockrosenblüten.
Mal schauen . . . jetzt muss nur die Sonne noch einmal wiederkommen.