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28. August 2014

Sonnig . . .


. . . sind´se, diese Dahien-, Tagetes- und Goldrutenfärbungen.
Ich finde, diese Farben tun richtig gut und freue mich darauf, die gewaschenen Stränge aufzuhübschen, bzw. nochmals zu haspeln oder zu Knäueln zu wickeln. Die Stränge oben sind alle Sockenwolle, unten Lacegarne.


1. September 2013

Spätsommerfarben und -färbungen



Die letzten Tage standen mal wieder im Zeichen der Dahlienblüten. Ich habe neben schönen Unisträngen herrliche Dahlienmixstränge gefärbt, die den Spätsommer mit seinen Farben und seiner Wärme einfangen. Ich habe mal wieder darüber gestaunt, zu welch leuchtenden Farben manche der Blüten fähig sind.
Gestern abend fuhr ich dann zu der Brachwiese, die ich neulich entdeckt hatte, um Rainfarn und Goldrute zu ernten. 
Leider war mir ein Gartenbautrupp zuvor gekommen, der (fast) alles ratzekahl gemäht hatte.
An einer Stelle, wo Bauschutt abgeladen wurde (was für eine Sauerei, aber in diesem Fall mein Glück) wuchs noch Goldrute, die ich schneiden konnte. Ich erinnerte mich daran, dass neben dem Kindergarten auch  etwas Rainfarn wächst und konnte noch ein nettes Sträußchen schneiden, um damit heute zu färben, denn ich hatte kinderfrei. 
Jetzt muss ich aber los und meine Jüngste bei den Großeltern abholen. Genug gefärbt für heute.

Rainfarnfärbung im Sieb

Goldrute im Topf

21. August 2013

Die Goldrutenfärbung


Und das ist aus dem vorgestern geschnittenen Solidagostrauss geworden - vier Wollstränge in satten sommerlichen Getreidefeldfarben. Ich habe jeweils zwei Stränge pro Farbzug gefärbt. Jetzt hätte ich noch einen Strang Sockenwolle in der Beize, den ich heute benutzen könnte. Ob ich noch einen dritten Farbzug wage oder gleich Dahlienblüten ernte? Welche Erfahrungen habt ihr mit der Lichtechtheit ab drittem Farbzug gemacht? 




3x Sockenwolle

Hier seht ihr noch weitere Stränge, die in den letzten Tagen entstanden sind. Eine Curry-Kürbis Melange aus verschiedenen Dahlienblüten und Färberkamille und eine Kontaktfärbungen mit einer Hand voll grünen Walnussfruchthüllen und Walnussblättern.



2. Farbzug auf Wolle/Seide (rechts)

19. August 2013

Meinen morgendlichen Glückskick . . .


. . . verschaffte ich mir mit der Ernte dieser herrlichen in Blüte stehenden Goldrutenzweige (oder sagt man Stängel? Ganz korrekt wären wohl von Kraut zu sprechen). Sigrun gab mir den Tipp, dass es in einem Gewerbegebiet in der Nähe reichlich Solidago zu ernten gibt. Ich fand eine Brachfläche, auf der neben Solidago auch Rainfarn in Hülle und Fülle und Schafgarbe wächst. Da ich Schafgarbe und Rainfarn bereits als Trockensträuße im Schuppen hängen habe, begnügte ich mich zunächst mit der wunderschönen Goldrute und werde meinen letzten Urlaubstag in ihrer lieblichen Gesellschaft verbringen, indem ich ihr Gelb auf Wolle banne.

Gestern auf der Rückreise von einem Besuch bei den Schwiegereltern in Süddeutschland hatte mich ihr Anblick dort überall entlang der Autobahn schon nervös gemacht (sowas können wohl nur Pflanzenfärber verstehen) ;-). 

So, und nun ran . . .



200 g Blätter und Blütenstände

Da der Strauß so üppig ausfiel, erlaube ich mir den Luxus ausschließlich die Blütenkronen und die Blätter zu verwenden. Zum Abstreifen der Blätter und auch bei der Ernte empfehle ich unbedingt Handschuhe zu tragen. Die Goldrute ist zwar ein Heilpflanze, verfügt aber auch über Allergiepotential. Aus diesem Grund findet diese Färbung bei mir draussen, bzw. im Gartenschuppen statt. In das Sieb oben passen 200 g Blätter und Blüten. Ich habe insgesamt 824 g Blätter und Blüten im großen Einkochtopf im Schuppen angesetzt. Übrig bleiben nur diese Stängel.


Nachtrag zum Thema Allergiepotential: Auf dieser Seite des Bundesamtes für Naturschutz findet sich der Hinweis, dass die Goldrute vermutlich zu Unrecht unter dem Verdacht steht, über hohes Allegiepotential zu verfügen, da sie zeitgleich mit Ambrosia-Arten blüht.

20. Juli 2011

Noch mehr Goldrutenfärbungen


Das sind die neuen Färbungen und neues Färbematerial, das ich heute geschnitten habe. Die Goldrute hat mich in Griff ;-)
Das Gelb ist reiner als das Gelb, das ich mit meiner kleinen Gartenstaude gefärbt habe (die kleinen Stränge ganz rechts, bzw. oben liegend).
Ich habe dieses Mal keine Stängel, sondern nur Blüten und Blätter verwendet und das Material nur bei 70 °C erhitzt und nicht wie gestern köcheln lassen.

@ Bettina: Vielleicht macht das den Farbunterschied, vielleicht liegt es aber auch an den unterschiedlichen Pflanzen.

19. Juli 2011

Färben mit Goldrute


Für meine erste Goldrutenfärbung habe ich meine kleine Solidagohybride im Garten fast komplett abgeschnitten, um damit 2 mal 50 g Wolle färben zu können. Das tat schon ein bißchen weh.
Die Farbe ist ein intensives Gelb mit einem "giftigen" Grünstich. Mir gefällt es.
Auf der Fahrt zur Arbeit halte ich immer die Augen offen, fahre teilweise auch Umwege und gestern endlich habe ich ein Brachfeld entdeckt, auf dem die Wildform wächst. Dort werde ich gleich "ernten", denn es reizt mich, die Färbung zu wiederholen.
Ich habe den Eindruck, dass in diesem Jahr weniger Solidago wächst, dafür überall das giftige Jakobskreuzkraut.

@ Gabi und Zebra: Ich habe mit dem oben abgebildeten Sträußchen gefärbt, also nicht mit getrocknetem Material. Ich habe das ganze Kraut, inclusive Stängel, genutzt, es entsprach einer Menge von 400 %.
Mit dem Jakobskreuzkraut werde ich nicht färben. Ich habe grundsätzliche Bedenken so hochgiftige Pflanzen zum Färben zu nutzen. Das ist ein Thema, mit dem ich mich aber durchaus ausführlicher beschäftigen möchte.




Komplett aufgebraucht sind nun auch die getrockneten Tagetesblüten aus dem Vorjahr. Unten seht ihr die 3 letzten Stränge, die ich damit gefärbt habe.

@ rbiene: Ich sammele die voll aufgeblühten leicht angewelkten Tagetesblüten.


Oben seht ihr das Ergebnis meiner abendlichen "Erntetour". Direkt neben der Bundesstraße wurde ich fündig und konnte die Wildform schneiden. Aufgrund der stattlichen Menge habe ich dieses Mal nur die Blätter und Blütenstände in Wasser eingeweicht und auf die Stängel verzichtet. Gefärbt wird dann morgen.