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14. Mai 2012

Ligusterbeeren . . .


 . . . die ich Ende letzten Jahres gesammelt hatte und im Gartenschuppen getrocknet hatte waren die Farbgeber für diese nebligen Blau-Grün-Töne. Erst  löste ich die Beeren mit der Gabel ab, dann quetschte ich sie im Mörser an, um die Farbabgabe zu erleichtern.


Das feine Farbspiel ergab sich dadurch, dass ich die Wollstränge abschnittweise im Farbbad versenkt habe.


Hinten rechts eine überfärbte Brennnesselfärbung.


10. März 2011

Färbung mit Ligusterbeeren


Auch in den letzten Tagen entstanden ist diese Färbung mit Ligusterbeeren. Ich war zunächst sehr enttäuscht, denn der erste Farbzug lieferte ein ganz zartes Beige. Ich hatte zunächst den Verdacht, die Beize sei erschöpft. Das war ein Irrtum. Die Beeren brauchen einfach viel Zeit, um vor sich hin zu köcheln. Der nächste Farbzug wurde sofort Blau. Den ersten Farbzug habe ich später überfärbt, wobei ein leicht türkises Blaugrau entstand. Sehr schöne Farbtöne. Ich habe in 4 Zügen mit 100 g Beeren 400 g Wolle gefärbt. Gebeizt habe ich mit Tonerdkaltbeize.
Mit mehr Beeren wird der Blauton bestimmt noch intensiver. Im diesem Jahr werde ich also eifrig sammeln. Diese Beeren waren ein Geschenk von Géraldine. Danke!!!

Unten leuchtet die Apfelbaumrindenfärbung neben dem Himmelblau-Grau der Ligusterbeerenfärbung.

@ Bine, Sprotte und alle Interessierten:
Lest euch mal den kurzen Dialog zwischen Eberhard und mir durch. Da ich nicht wußte, ob die Beeren Frost abbekommen habe, habe ich sie ein paar Tage in der Tiefkühltruhe deponiert. Mit 200% getrockneter Beeren wollte ich feines Merino-Lace-Garn im ersten Farbzug färben. Ich habe dieses Garn bestimmt 4 mal für eine halbe Stunde zum Sieden gebracht, ohne dass sich an der blass beigen Farbe etwas änderte. Zwischendurch hatte ich es auch über Nacht auskühlen lassen. Da aber zumindest das Abbindegarn (Sockenwolle) sich deutlich dunkel gefärbt hatte, habe ich einen Strang Sockenwolle (ganz rechts) eingelegt. Der wurde dann tatsächlich grau und beim Trocknen blau. Der nächste Farbzug, weiches fluffiges Merinogarn, färbte sich sofort blau (2. Strang von rechts). Daraufhin habe ich das beige Lace-Garn überfärbt (3. und 4. Strang von links). Ganz links ein Schurwoll-Bambus-Mohair-Gemisch, das nicht mehr so viel Farbe annahm, mir aber trotzdem gut gefällt.
Die Stränge werde ich behalten und schauen, ob sie oder das daraus Gestrickte deutlich an Farbe verlieren. Vielleicht schneide ich ja dann auch ein paar Fädchen ab, die ich in einen dunklen Umschlag stecke zum späteren Vergleichen. Ich gehöre nicht zu den Färbern, die systematisch alles aufschreiben und archivieren, obwohl ich das sehr bewundere.