Hier kommt Susi auf Zuruf meiner großen Tochter angetrabt, unser Norsk Spaelsau Patenschaf aus der Nachbarschaft.
So sieht Susis Vlies frisch vom Schaf aus. Susi wird mehr und mehr zur Blondine.
Hier habe ich das komplette Vlies (mal wieder von Ute perfekt am Stück geschoren) in die Badewanne verfrachtet. Warmes Wasser mit einer Hand voll Feinwaschmittel dazu und ein paar Stunden warten . . .
. . . und das Vlies schwimmt in einer Dreckbrühe. Nachdem ich das Wasser abgelassen hatte, habe ich das Vlies vorsichtig eingerollt, in eine Klappbox verfrachtet und die Wanne mit frischem Wasser gefüllt, das Vlies wieder eingelegt, gewartet, bis das Wasser wieder schmutzig war und die Prozedur noch einmal wiederholt.
Hier trocknet das gewaschene Vlies im Schatten.
Heute ging es dann weiter. Ich durfte nach Einführung durch Ute deren Picker nutzen (ein martialisch anmutendes Gerät mit spitzen Zähnen, das das Zupfen der Wolle von Hand ersetzt).
@ Bärbel: Ich nehme an, dass der angelsächsische "Picker" seine deutsche Entsprechung im "Wolf", der "Kratze" und "Entfilzungsbank" hat. Ein ähnlich aussehendes Gerät habe ich unter diesen Bezeichnungen in "das grosse Spinnbuch" von Miriam Meertens gefunden (nur noch im Antiquariat erhältlich).
Unten seht ihr einen Teil der gepickten Wolle, das perfekte Material, um die Kardiermaschine zu füttern.
Unten die ersten beiden fertig kardierten Vliese, die jeweils um die 100 g wiegen.
Ende gut, alles gut! Winke, winke an die Schafhalter Ute und Ludger!