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29. September 2012

Jakobwolle


Der erste Strang Jakobwolle (142 g) ist fertig. Ich habe 3 Spulen gefüllt und einen Dreifachzwirn hergestellt, da ich schnell gemerkt habe, dass im kardierten Vlies zu viele Knübbelchen waren, um wirklich gleichmäßig zu spinnen. Ich habe dann einfach drauf losgesponnen und darauf vertraut, dass sich die knubbeligen Stellen im Dreifachzwirn ausgleichen. Das Garn ist rustikal und dick (Nadelstärke 7, schätze ich).
Es ist schon eine Erfahrung den ganzen Prozess selbst zu machen (vom Waschen übers Kardieren zum Spinnen). Das Vlies stammt von einem Schaf meiner Nachbarn (und 2 komplette Vliese stehen noch ungewaschen im Badezimmer).




20. Juli 2012

Wolle vom Jakobschaf


Dieses Schaf geizt etwas mit seinen braunen Flecken ;-)
Dieses Vlies stammt natürlich auch von meiner spinnenden Nachbarin. Ich freue mich schon aufs Waschen, denn anders als bei Susi, ist das Vlies nicht verfilzt. Das Filzproblem betrifft laut Ute dieses Jahr durch den vielen Regen besonders die langhaarigen Spaelsauschafe. Ich werde es mit der Schere lösen und Susis schöne Strähnen abschneiden und dann zum Effektspinnen- und filzen nutzen.



8. Juli 2012

Norsk Spaelsau-Vlies


Susi, das Patenschaf meiner großen Tochter, hat mal wieder Wolle gelassen. Die zarten Füße unten haben die Schuhgröße 45 und gehören zu meinem Bruder, der staunend das am Stück geschorene Vlies betrachtet. 
Oben seht ihr Susi (vor der Schur) mit ihren Kindern Pelle und Stina. Sind sie nicht nett?

Hier mehr zu meinen tierischen Nachbarn ;-)

28. Mai 2012

Besuch auf dem Flachsmarkt


Unser gestriger Pfingstausflug führte die kleine Familie (momentan sind wir nur zu dritt, bis die große Schwester aus Russland wiederkommt) auf den Flachsmark "Rund um Burg Linn" in Krefeld.


Es war schön! Ich freute mich auf der Ritterwiese auf den kleinen Stand von Bernhard Dankbar zu treffen, denn seit ich das von Rigana angefertigte Nadelbinde-Nadelmäppchen (Waid-, wau und krappgefärbt, handbestickt) dem Tauschpaket entnommen habe, möchte ich gern das Nadelbinden lernen.


Zur Nadel von Rigana haben sich mittlerweile 3 weitere Nadeln gesellt.
Die Ebenholznadel gefiel meinem Mann besonders gut, die Buchsbaumnadel mir (ja, da ist er wieder, der geliebte Buchsbaum). Beide Nadeln habe ich, nebst Broschüre, bei Bernhard erstanden. 
Die dritte Nadel stammt von Holz und Stein und ist aus Korallenholz gefertigt. Ich habe sie kürzlich  bei Spinning Martha bestellt. Schöne Holzgegenstände können mich immer verführen.



Dieses Leinenkleidchen wird unsere Jüngste an ihrem Geburtstag Ende Juli tragen. An dem Stand mit den schönen Leinenkleidern konnten wir nicht vorbeigehen.


Die Pelzschaflocken wollten auch mit und sind nun sicherheitshalber erstmal in der Tiefkühle verschwunden.


Das war jetzt noch längst nicht alles, was wir mitgebracht haben. Es gibt noch ein Geburtstagsgeschenk (streng geheim), drei wunderschöne wohlriechende Seifen und eine traumhafte  Walkjacke für mich.  Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, denn wieder haben wir nicht geschafft alles zu sehen.

Dank Bernhards Anleitung habe ich meine ersten Nadelbindungsversuche hinter mir . . . und es klappt. Unten seht ihr meinen zweiten Versuch eine Schlaufenkette zu nadeln (oder wie sagt man das als Nadelbinder?).

5. August 2011

Bildergeschichte: Vom Schaf zum kardierten Vlies


Hier kommt Susi auf Zuruf meiner großen Tochter angetrabt, unser Norsk Spaelsau Patenschaf aus der Nachbarschaft.
So sieht Susis Vlies frisch vom Schaf aus. Susi wird mehr und mehr zur Blondine.


Hier habe ich das komplette Vlies (mal wieder von Ute perfekt am Stück geschoren) in die Badewanne verfrachtet. Warmes Wasser mit einer Hand voll Feinwaschmittel dazu und ein paar Stunden warten . . .


. . . und das Vlies schwimmt in einer Dreckbrühe. Nachdem ich das Wasser abgelassen hatte, habe ich das Vlies vorsichtig eingerollt, in eine Klappbox verfrachtet und die Wanne mit frischem Wasser gefüllt, das Vlies wieder eingelegt, gewartet, bis das Wasser wieder schmutzig war und die Prozedur noch einmal wiederholt.


Hier trocknet das gewaschene Vlies im Schatten.


Heute ging es dann weiter. Ich durfte nach Einführung durch Ute deren Picker nutzen (ein martialisch anmutendes Gerät mit spitzen Zähnen, das das Zupfen der Wolle von Hand ersetzt).

@ Bärbel: Ich nehme an, dass der angelsächsische "Picker" seine deutsche Entsprechung im "Wolf", der "Kratze" und "Entfilzungsbank" hat. Ein ähnlich aussehendes Gerät habe ich unter diesen Bezeichnungen in "das grosse Spinnbuch" von Miriam Meertens gefunden (nur noch im Antiquariat erhältlich).

Unten seht ihr einen Teil der gepickten Wolle, das perfekte Material, um die Kardiermaschine zu füttern.


Unten die ersten beiden fertig kardierten Vliese, die jeweils um die 100 g wiegen.


Ende gut, alles gut! Winke, winke an die Schafhalter Ute und Ludger!

6. November 2010

Noch mehr Gesponnenes


Zur Zeit spinne ich in jeder freien Minute. Lange fehlte mir die Lust dazu, jetzt ist sie wieder da. Ein 1 1/1 Jahre alter Kammzug (Merino/Tencel) von der Zauberwiese wird grade versponnen. Die Hälfte habe ich bereits zu navajaverzwirntem Garn verarbeitet, das grade trocknet.
Schon etwas länger fertig ist ein weiteres Singlegarn aus einem Kammzug aus dem Dornröschenshop. Dieses Garn muss ebenfalls noch etwas auf der Spule bleiben, um Drall zu verlieren, da ich es als Single verstricken möchte.


Dann habe ich von meiner Schwägerin am letzten Wochenende eine große Tüte Rohwolle von ihren Rauhwolligen Pommernschafen geschenkt bekommen.
Die Lammwolle war dunkelbraun/anthrazit, die ausgewachsenen Schafe haben nun ein graues Vlies.