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26. Januar 2014

Gefärbt wird auch noch . . .


 . . . viele Pflanzenfärber machen ja im Winter Pause, aber das kann ich nicht ;-)
Es musste mal wieder sein und ich ärgerte meinen Mann in der Küche mit dem Geruch von gekochtem Laub und Zwiebelschalen, lecker, lecker . . .
Die Färbungen sind schon eine Woche alt, aber erst heute hübschte ich die letzten beiden Stränge fürs Gruppenfoto auf. Sie waren beim Färben doch ziemlich zerwuselt worden und ich musste alle noch einmal haspeln. Farbgeber waren Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen. Wie es sich für Pflanzenfärbungen gehört, überraschten sie mich mal wieder.





23. Juni 2013

Mein kunterbunter Färber- und Gemüsegarten


Zugegeben, aufgeräumt ist er nicht, mein Garten, dafür aber größer als bisher, denn ich konnte ein Stück Erde dazu pachten. Es viel zu entdecken, wenn man genauer hinsieht. Nach den letzten Regentagen wächst nicht nur das Wildkraut, Melde z.B., die regelmäßig beerntet und gegessen wird, sondern auch zarte Grünspargelpflänzchen (Hoffnungsträger für die erste Ernte 2016), Dahlien, Königskerzen, Färberwaid, Färberkamille, Mangold in vielen Farben, Erdbeeren, Kartoffeln, Zucchini, Rhabarber (heute den letzten Kuchen backen? Johanni ist Ernteschluss), Rauke, Tagetes, Johannisbeeren . . .

Die Mädchen haben grade Beeren geerntet und ich freue mich auf Joghurt mit Früchten.

Im Hintergrund  die Heckenblutbuche für Grünfärbungen


Waidsamen reifen heran, im Vordergrund blüht die Salatrauke . . .

diese Dahlie wird bronzefarbene Riesenblüten hervorbringen

 . . . und hier die ersten Dahlienknospen für künftige Orangefärbereien.


Es stürmt und regnet immer wieder, aber mich zieht es hinaus, um meine Färberkamille zu beernten.

Eingang zum "Büro" der Stockumer Wollwerkstatt



der "Raubritter" vor dem Gartenschuppen


Nun habe ich meine Färberkamillenblüten geerntet, in einem Edelstahlschüsselchen mit kochendem Wasser überbrüht, das selbe mit den Blüten meiner 4 rotblühenden Topfdahlien in einem anderen Edelstahlschüsselchen getan und . . . voilá . . . ein Strang Lacegarn bekennt Farbe.


Bei dem Wind heute trocknet auch endlich die widerspenstige Seide, die ich am Freitag mit getrockneten Blutpflaumenblättern von letztem Jahr gefärbt habe.


6. September 2012

Nicht alle . . .


 . . . aber viele meiner diesjährigen Mehrfachfärbungen sind hier versammelt. In den letzten Jahren ging es mir um die Aussage der Pflanzenfarben pur und unvermischt. In diesem Jahr habe ich die Mehrfachfärbungen für mich entdeckt, wobei ich  die Färbungen mit benachbarten Farben besonders mag. Diese Farben stammen fast alle aus meinem Garten. 
Dahlien, Färberkamille, Tagetes, Königskerzen, Weinlaub, die Blutpflaume und Brennnesseln gaben ihre Farbe ab. Dazu geschenktes Resedakraut und gesammelte Zwiebelschalen, fertig ist das Färberglück.


Ganz neu (nämlich vorgestern gefärbt und heute endlich trocken) sind diese beiden Stränge, gefärbt mit Blutplaumenblättern. Es kann durchaus sein, dass sie weiteren Wandlungen unterliegen werden (zumindest der hintere könnte noch etwas Farbe bekommen). Am Freitag kam ich an einem Brachfeld vorbei, an dem ich einen großen Strauß Solidago ernten konnte. Darum werde ich mich wohl heute auch noch kümmern.
Ansonsten verstricke ich nach wie vor "Grüüün", komme aber nur langsam vorwärts. Dafür wird das Tuch umso schöner.


8. Januar 2012

Grün mit Zwiebelschalen und Blutpflaumenblättern gefärbt


Dem Tauschpaket entnommen wurden diese Färbungen auf Maulbeerseide (oben) und Sockenwolle (unten). Farbgebend auf dem Seidengarn waren Blutplaumenblätter (links) und rote Zwiebelschalen (rechts). 
Ein tiefes Braun auf Sockenwolle ergab das Rezept 5 für grüne Walnussschalen von Gretel Feddersen-Fieler auf Sockenwolle.
Das Grün  entstand im auf  die Seidenfärbung folgenden Farbzug der Zwiebelschalenfärbung.

27. Februar 2011

Den Frühling herbeifärben mit Herbstlaub


Ob das gelingt? Gefärbt habe ich im Auftrag einer Freundin, deren Mutter für sie verschiedene von mir gefärbte Grüntöne zu einem Pullover verarbeiten soll.
Der Farbgeber war "Herbstlaub", aber ein ganz besonderes. Mit 200 g getrockneten Blutpflaumenblättern (genau soviel hatte ich noch im Gartenschuppen gelagert) habe ich nacheinander vier 100g-Stränge gefärbt (von denen einer sich leider beim Haspeln in 3 Kleinstränge auflöste) und im Anschluss noch einen Schal aus feinem Wolltuch.

7. November 2010

Navajozwirn, Blutpflaumengrün und Tam o´ Shanter


Sehr gut gefällt mir der fertige erste navajoverzwirnte 57 g-Strang. Der zweite ist in Arbeit.
Es ist unendlich schwer für mich, mit meinem Fotoapparat die Farbe Grün zu fotografieren. Dabei arbeite ich mit allen Tricks (Weißabgleich, Einstellen der Farbtemperatur je nach Grad der Bewölkung). Die anderen Farben zeigen sich hingegen völlig unbeeindruckt. Ich hatte auch einmal einen Apparat der kein Blau "konnte".
Unten sehr ihr ein Bild, das meine Blutpflaumenfärbungen so wieder gibt, wie ich sie sehe. Da paßte mal alles. Leider konnte ich diesen Erfolg nicht reproduzieren.



Trotzdem möchte ich euch ein Gesamtbild der bisher gefärbten Wolle nicht vorenthalten, wenn ich auch mit der Farbwiedergabe nicht zufrieden bin.



Mit ein bißchen Nachhilfe meiner Schwägerin ist es mir gelungen diese Mütze, genannt "Tam o-Shanter" zu stricken, eine Art schottische Variante der Baskenmütze.
Natürlich nach einer Anleitung der guten Elizabeth Zimmermann.
Meine Tochter hatte sich so eine Mütze gewünscht, aber mir gefällt sie auch.


28. Oktober 2010

Farben frisch vom Baum geweht


Frisch vom Baum gewehte Blutpflaumenblätter färben grün - ganz ohne Weiterentwickeln mit Eisenessig. Und das nach meiner Erfahrung sehr ergiebig.
Die Stränge ganz oben sind in original weniger blass, aber schon sehr zart gefärbt - Die Tonerdkaltbeize war verbraucht (ich hatte aber auch kiloweise Wolle darin gebeizt).
Trotzdem ist dieses silbrige Grün eine sehr schöne Farbe und eine frische Beize wird heute abend angesetzt.