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18. Juni 2014

Mal keine Saisonfärbung . . .



Um auch ein paar kräftigere Farben zum Wollwochenender auf dem Hilshof mitnehmen zu können, habe ich in den letzten Tagen zu Blauholz gegriffen und ein paar sehr schöne Lilatöne gefärbt. Eigentlich müsste Blauholz ja Lilaholz heissen :-)
Wie jedes Mal, wenn ich mit Blauholz färbe, erschrecke ich mich über den ersten Farbzug, der wie die finsterste Nacht daher kommt. Getrocknet gefällt mir das dramatische dunkle Lila aber sehr gut.





Zum Spinnen kam ich in der letzten Zeit wenig und so wurde dieser Strang Texelwolle an drei Spinntreffabenden gesponnen und verzwirnt. Es sollen gemütliche robuste Socken werden und so wunderte ich mich zwar wieder, wie dick das navajoverzwirnte Garn wurde, aber es stört mich nicht.
Der Kammzug namens "Winter blues" stammt von Natalja. Wie immer ein schöner Kammzug, der sich wunderbar verspinnen ließ.
Gestern hatte ich dann einen Kammzug von Géraldine am Start, der farblich genau in mein Beuteschema passte.  Ist zwar fertig gesponnen, aber noch nicht trocken . . .


5. April 2011

Handlinge Nr. 3


Für meine Mutter habe ich diese Handlinge gestrickt, die so gut zu den Farben des Frühlings passen. Erfreut habe ich festgestellt, dass ich, mit etwas Abstand dazu, meine eigene Anleitung problemlos nachstricken konnte.
Da es heute sehr kühl ist, scheint es noch nicht mal ein Anachronismus zu sein, sie heute fertig gestellt zu haben.
Für die romantische Note, die gut zur Färbung paßt, sorgen bei dieser Handling-Variante die Mäusezähnchen.
Die Farbe wirkt auf beiden Aufnahmen sehr unterschiedlich. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte.

Material: Opal Sockenwolle, gefärbt mit Blauholz
Verbrauch: 38 g

22. März 2011

Ich habe wieder blau gemacht . . .



. . . oder doch eher lila?
Farbgebend war hier Blauholz (lignum campechianum).
Wunderschöne Blau-violett-Töne auf diversen Garnen und sogar Schwarz im ersten Farbzug auf Sockenwolle habe ich in den letzten Tagen damit gefärbt. So schön die Farben auch sind, ich habe leider viele Knoten im Garn, denn jeder Strang mit Polyamid-Anteil hatte Schwachstellen. Es sah aus wie durchgeschmurgelt. Dabei habe unterhalb des Siedepunkts im großen Einkochtopf gefärbt und mit Kaltbeize gebeizt. Die reinen Schurwollgarne oder Mischungen mit Mohair- und Bambusanteil sind allesamt unversehrt.

@ Bettina: Nur die ganz dunklen Stränge machten beim Haspeln blaue Finger. Ich habe allerdings auch sehr, sehr gründlich gespült und auch den Spülgang im Wollprogramm der Waschmaschine genutzt. Ich war auch mit der Reib- und Lichtechtheit meiner ersten Blauholzfärbung von letztem Jahr sehr zufrieden.




Neben der Färberei und habe ich viel im Garten gearbeitet. Ich habe von Kirsten im letzten Jahr Waid- und Wausamen bekommen. Um zu sehen, ob wir uns vertragen werde ich die Samen erstmal in Kübeln aussäen. Es ist alles für die Aussaat übermorgen (nach dem Mondkalender ein günstiger Aussaattag für Blattpflanzen) vorbereitet :-)

Meine kleine 4-Felder-Wirtschaft möchte ich noch nicht ganz für die Färberpflanzen zur Verfügung stellen. Dafür esse ich unsere rotschaligen Kartoffeln, die Bohne "Blauhilde" und den buntstieligen Mangold "Bright lights" viel zu gern. Dazu noch etwas Salat und Kräuter, dazwischen aber immer auch Ringelblumen und Tagetes, da freut sich das Gärtnerherz. Mit Möhren und Zwiebeln hatte ich noch nie Glück.

26. September 2010

Färbung mit Blauholz


Eine Färbung, die dem Blognamen alle Ehre macht - intensivem Blaulila aus den ersten Farbzügen folgen zartere Lilatöne, die noch auf der Leine trocknen. Ich habe bisher nicht mit Blauholz gefärbt, da ich meine Färbematerialien weitgehend selbst sammeln möchte.
Da ich aber schon bei Krapp und Cochenille Ausnahmen gemacht habe (wer könnte auch widerstehen) . . . und am Mittwoch beim Dekorieren meiner Farben wieder einmal festgestellt habe, dass mein Farbkreis im Blaubereich ziemlich schwächelt, habe ich nun mit Blauholz gefärbt und bin sehr begeistert.
Beim Haspeln gab es zwar blaue Finger, aber weniger als ich erwartet hatte.
Die Farbe soll laut Dorothea Fischer nicht völlig wasch- und reibecht sein, das macht ihre Schönheit aber allemal wett.