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26. Januar 2014

Gefärbt wird auch noch . . .


 . . . viele Pflanzenfärber machen ja im Winter Pause, aber das kann ich nicht ;-)
Es musste mal wieder sein und ich ärgerte meinen Mann in der Küche mit dem Geruch von gekochtem Laub und Zwiebelschalen, lecker, lecker . . .
Die Färbungen sind schon eine Woche alt, aber erst heute hübschte ich die letzten beiden Stränge fürs Gruppenfoto auf. Sie waren beim Färben doch ziemlich zerwuselt worden und ich musste alle noch einmal haspeln. Farbgeber waren Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen. Wie es sich für Pflanzenfärbungen gehört, überraschten sie mich mal wieder.





5. November 2013

Rote Zwiebelschalen auf Seide . . .


. . . finde ich sehr schön. Zur Beruhigung der Nerven (Sieben Tage sind seit dem rechnerischen ET meines Enkelkindes verstrichen) taugt das Haspeln von Lacegarnen mit 800 m Lauflänge nur bedingt, vor allem, wenn es sich im Färbetopf verdeddert hatte. Bis Seide wirklich trocken ist, vergehen immer ein paar Tage und heute morgen war es dann soweit.


Gewürzt war der Zwiebelschalensud noch mit einer handvoll Blutpflaumenblätter, die das Grün, so bilde ich mir ein, besonders lieblich machen.


Etwas erdiger wirkt dieses Mischgarn aus Schurwolle/Seide. Die Farbe der roten Zwiebelschalen ist hier dunkler und mit deutlichem Braunanteil aufgezogen.


29. Mai 2013

Die Magie der Pflanzenfarben

Sud der Blutbuchenblätter nach dem Färben

Zum Fotografieren taugte das Wetter der letzten Tage nur bedingt. Entweder schien die Sonne wolkenlos vom Himmel oder es war einfach zu düster. Dabei ist es nicht so, dass ich nichts zu zeigen hätte. Daher heute doch mal ein paar Bilder. Gestern habe ich meine Blutbuche in der Hecke erneut geplündert und ihr 100 g Blätter entwendet. Ist das Magenta des Farbsuds nicht faszinierend? Die ausgekochten Blätter haben ihre rote Farbe verloren.
Der ausgespülte nasse Wollstrang hat eine intensives dunkles Tannengrün. Ich bin gespannt, wie er trocken aussieht.

Blutbuche

ausgekochte Blutbuchenblätter nach dem Färben


Auch die Färbung  mit Bluthaselblättern, die Géraldine mir zu unserem Spinntreffen mitgebracht hatte, hat mich sehr glücklich gemacht. Zwei wunderschöne grasige Grüntöne sind das Ergebnis.
Es lohnt sich, mit unterschiedlichen Garnen zu experimentieren. Das von mir zur Zeit für die Frühlingsfärbungen benutzte einfädige Schurwolllacegarn nimmt die Farben sehr intensiv an.


eingeweichte Bluthaselblätter


Die Blätter des zur Zeit in meinem Garten blühenden Färberwaids lieferten mir das luftige Blaugrau links. Wer sich für die küpenfreie Waidfärbung interessiert, sollte hier nachlesen. Dort findet ihr auch die entsprechenden links zu den Versuchen von Dorothea Fischer und Kirsten. Das luftige Blau ist nicht sehr intensiv geworden, aber ich habe ja auch ausschließlich Blätter des blühenden Waids benutzt, dessen Indigogehalt niedriger ist, als das der Rosetten im Aussaatjahr. Ich mag es und finde grade die Kombination mit dem Bluthaselgrün sehr schön


Und hier noch ein Paar Babysöckchen, gefärbt mit roten Zwiebelschalen. Die Zwiebelschalenfarben sind auch magisch, denn sie verändern sich im Laufe des Tages mehrfach.



25. Januar 2013

Die erste Pflanzenfärbung in diesem Jahr


Ein Süppchen aus roten Zwiebelschalen durfte in der Küche köcheln. Die liebe Elke hat mir unglaubliche Mengen dieser feinen Färber geschickt und das ist erst der Anfang, sozusagen eine Testfärbung. Rote Zwiebelschalen überraschen immer wieder. So wurde der erste Farbzug ganz dunkel - braun, mit einigen grünen Sprenkeln im Schurwollkammgarn. Der zweite Farbzug gab dann eindeutiges Grün auf Sockenwolle.



Das Phantom der Socke - spannend, wie der Abdruck in unberührtem Schnee hervorzustehen scheint. Jetzt muss ich schnell den zweiten Gummistiefelwärmer stricken. 
Bei der Farbgebung hat das Kind schließlich mitgemischt, na, ja, Hauptsache ihr gefällt es.




8. Januar 2012

Grün mit Zwiebelschalen und Blutpflaumenblättern gefärbt


Dem Tauschpaket entnommen wurden diese Färbungen auf Maulbeerseide (oben) und Sockenwolle (unten). Farbgebend auf dem Seidengarn waren Blutplaumenblätter (links) und rote Zwiebelschalen (rechts). 
Ein tiefes Braun auf Sockenwolle ergab das Rezept 5 für grüne Walnussschalen von Gretel Feddersen-Fieler auf Sockenwolle.
Das Grün  entstand im auf  die Seidenfärbung folgenden Farbzug der Zwiebelschalenfärbung.

17. Februar 2011

Düsteres Leuchten . . .



. . . wie Laternenlicht an einem nebligen Novemberabend.

Der alte Sud aus Holunderpresssaft und Apfelessig bescherte mir noch mehr schönes nebliges Grau und Graugrün. Sehr schön dazu finde ich das Braun-Grün einer ebenfalls frischen Färbung mit roten Zwiebelschalen.

Der Anblick gefiel mir so gut, dass ich zu gut abgelagerten Resten pflanzengefärbter Sockenwolle griff, aus denen ich vor 2 Jahren die unten abgebildeten türkischen Socken strickte. Die Färbungen sind von Jana und mir.

@ sprotte: Ich habe mit Tonerdkaltbeize gebeizt.



1. September 2010

rote Zwiebelschalen


Rote Zwiebelschalen überraschen mich immer wieder. Unberechenbar verhalten sie sich oft.
Oben seht ihr den ersten und zweiten Farbzug auf Sockenwolle gefärbt. Beide Farbtöne wirken sehr erdig. Wie für die Waldfee oder wahlweise den Waldschrat geschaffen.
Den dritten und vierten Farbzug habe ich auf Schurwollkammgarn gefärbt. Ein deutlicher Farbunterschied! Ich werde die beiden letzten Farbzüge gut beobachten, denn erfahrungsgemäß sind sie nicht sehr lichtecht. Allerdings wirkte der Sud noch sehr kräftig und beide Stränge kühlten im Farbbad aus. Trotz Weißabgleichs ist der Farbton anders, in original deutlich grüner.
Das Seidentuch schwamm zum Ende der zweiten Färbung mit im Topf.


25. April 2010

Mein Färbersonntag


Es ist vollbracht, die Färbungen der letzten Tage sind alle gewaschen, gespült und getrocknet und strahlen im frühen Morgenlicht. Ich bin mit dem Ergebnis sehr glücklich. Es erstaunt mich, wie alle Farben miteinander harmonieren, auch, oder besonders so ungewöhnliche Kombinationen wie Kupfer und Violett.


Zwiebelfarben


Gut gefallen mir die Schals aus Wollstoff rechts, sie sind luftig und doch wärmend.


Die Pongé- und Chiffonseiden mal unter sich.


Die komplette Färbung im Überblick. Die 5 Cochenillestränge links sind auf reiner Schurwolle gefärbt. Die 5 rechts auf Opal-Sockenwolle. Der Unterschied hielt sich doch sehr in Grenzen, lediglich bei den hellen Rosatönen fällt auf, dass die Sockenwolle die Farbe intensiver aufgenommen hat, sie waren nämlich zusammen in einem Farbbad.


Gefärbt habe ich mit roten und braunen Zwiebelschalen und Cochenille, gebeizt habe ich das Färbegut mit Weinsteinrahm und Alaun oder gar nicht.

Und zum Schluss ein dickes Dankeschön an Dorothea, deren Bücher so wunderbar in die Welt des Färbens einführen!

@ Daniela: Es ist das Cochenille-Rezept Nr. 1