Natürlich sind alle pflanzengefärbten Stränge "natürlich", aber diese wirken wie "farbig gewachsene" Baumwolle.
Aber von Anfang an: Es war einmal ein Gartenschuppen, der von einer wehrhaften Schönheit bewacht wurde . . .
Für alle Rosenfreunde: Die wehrhafte Schöne ist "Félicité et Perpétue", eine einmalblühende Ramblerrose, die sonst erst Mitte Juni in dieser Pracht erstrahlt.
Letzten Donnerstag gelang es meinem Mann sich in das Innere des Schuppens (linke Tür, die rechte Tür führt in sein Büro) durchzuschlagen - ganz ohne Machete - und den Schuppen zu entrümpeln und aufzuräumen. Respekt und Dank an dieser Stelle, lieber B.!
Es fand sich dieser Schatz - getrocknete Tagetesblüten vom Vorjahr. Die Hälfte davon habe ich sofort eingeweicht und 2 Tage später damit Merino-Leinen, Schurwolle-Baumwolle und Schurwollkammgarn in 3 Farbzügen eingefärbt. Auf der Schurwoll-Baumwoll-Mischung erhielt ich im zweiten Farbzug einen Grünton, ganz ohne Weiterentwicklung.
Sehr schön dazu passen diese Stränge, gefärbt mit einigen vertrockneten Ästchen meiner Blutplaume auf Merino-Leinen und Schurwolle-Bambus-Mohair.

Und hier sind sie alle: Ganz rechts eine bisher ungezeigter 2. Farbzug Purpursalbei auf Merino-Leinen.
Auf dem Merino-Leinen-Garn, erhältlich bei
Ewa, ergibt sich ein Denim-Effekt, die Farben ziehen sehr sanft auf. Sehr sommerlich und schön!