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14. Mai 2013

Ich umschlich ihn lange und . . .



. . . konnte dann knapp 200 g der rötlichen Triebspitzen ernten und färbte damit einen Strang Lacegarn in zwei Farbzügen. Dieses Garn hat die Farbe erfreulich intensiv angenommen.
Den würde ich gern behalten, aber er wandert erst mal in die Kiste fürs Museums-Garten-Fest im Juli. 
Färbungen wie diese sind ideell immer besonders wertvoll, denn so eine Salbeipflanze wächst erstmal Jahre heran, bis man sie auf diese Weise abernten kann. Zwei meiner Stecklinge haben den langen Winter überstanden und ich hoffe, dass sie mir im nächsten Jahr eine reiche Ernte ermöglichen.
Jetzt freue ich mich auf weitere Grünfärber, wie die Blutbuche.

Purpursalbei
Blutbuche

6. Juni 2011

Die Natürlichen


Natürlich sind alle pflanzengefärbten Stränge "natürlich", aber diese wirken wie "farbig gewachsene" Baumwolle.

Aber von Anfang an: Es war einmal ein Gartenschuppen, der von einer wehrhaften Schönheit bewacht wurde . . .

Für alle Rosenfreunde: Die wehrhafte Schöne ist "Félicité et Perpétue", eine einmalblühende Ramblerrose, die sonst erst Mitte Juni in dieser Pracht erstrahlt.


Letzten Donnerstag gelang es meinem Mann sich in das Innere des Schuppens (linke Tür, die rechte Tür führt in sein Büro) durchzuschlagen - ganz ohne Machete - und den Schuppen zu entrümpeln und aufzuräumen. Respekt und Dank an dieser Stelle, lieber B.!

Es fand sich dieser Schatz - getrocknete Tagetesblüten vom Vorjahr. Die Hälfte davon habe ich sofort eingeweicht und 2 Tage später damit Merino-Leinen, Schurwolle-Baumwolle und Schurwollkammgarn in 3 Farbzügen eingefärbt. Auf der Schurwoll-Baumwoll-Mischung erhielt ich im zweiten Farbzug einen Grünton, ganz ohne Weiterentwicklung.



Sehr schön dazu passen diese Stränge, gefärbt mit einigen vertrockneten Ästchen meiner Blutplaume auf Merino-Leinen und Schurwolle-Bambus-Mohair.

Und hier sind sie alle: Ganz rechts eine bisher ungezeigter 2. Farbzug Purpursalbei auf Merino-Leinen.
Auf dem Merino-Leinen-Garn, erhältlich bei Ewa, ergibt sich ein Denim-Effekt, die Farben ziehen sehr sanft auf. Sehr sommerlich und schön!


22. Mai 2011

Rhabarber ungebeizt, Purpursalbei und Akeleiblüten


Meine Färbungen der letzten Tage seht ihr auf dem oberen Bild (von oben nach unten):
Rhabarberblätter, Purpursalbei und Akeleiblüten.

Hier seht ihr, wie unterschiedlich Pflanzenfarbe auf unterschiedliche Materialien aufziehen kann. Beides sind Färbungen im ersten Farbzug mit unverholzten Purpursalbeistengeln und Blättern. Den oberen Strang kennt ihr bereits, es ist ein Merinogarn namens Cocoon. Unten habe ich ein sehr schönes Schurwolle-Bambus-Mohair-Sockengarn aus Ewas shop eingefärbt.
Es hat einen feinen Glanz und ist, wie ich finde, viel zu schade für Socken (aber das ist natürlich Geschmackssache).


Hier seht ihr die beiden Materialien noch einmal, oben die Mohair-Bambus-Sockenwolle, unten Cocoon.
Beides Rhabarberblätterfärbungen, der untere ist der "neue" 2. Farbzug auf ungebeiztem Material. Ich habe ihn im Farbbad auskühlen lassen, während ich zur Arbeit gefahren bin. Als ich wieder kam, ragten er an einigen Stellen aus dem Sud heraus. Diese haben sich deutlich dunkler verfärbt - ein interessanter Effekt.


Da meine Akeleien unter der Trockenheit doch sehr gelitten hatten, habe ich alle verbliebenen Blüten zum Färben genutzt. Mit 200 % Blüten habe ich in 2 Zügen zarte mintige Blautöne auf ein ebenso zartes Material (Merinolace) gefärbt. Es könnte ein ideales Babygarn sein, wenn Akeleiblüten nicht giftig wären.
Die als Abbindegarn benutzte Sockenwolle hatte sich übrigens deutlich kräftiger gefärbt, aber ich mag ja auch die zarten Farben.


9. Mai 2011

Die Verwandlung


Es ist schön, etwas Handgestricktes geschenkt bekommen. So freute ich mich sehr über die Socken, die eine Freundin mir schenkte. Das Geschenk war mit der Aufforderung verbunden, die Socken doch bitte einzufärben.
Ist das nicht eine schöne Idee?
Keine Farbe war mir gut genug, aber als ich den maigrünen Strang Merinowolle aus dem Purpursalbei-Farbbad zog, war klar, dass ich die Socken im 2. Farbzug einfärben würde. Sie lagen schon einige Zeit in der Kaltbeize und so konnte ich kurz entschlossen vorgehen.


Das Ergebnis gefällt mir sehr gut und ich bin gespannt, wie meiner Freundin die Farbe gefällt. Auf der Sockenwolle zog das Grün kühler auf, als auf der Merinowolle. Im dritten Farbzug färbte ich dann noch einen Strang Schurwollkammgarn.



7. Mai 2011

Grün mit Pflanzenfarben färben?


Na, klar!
Spektakuläres Grün habe ich gestern gefärbt. Ein schönes, sattes Hellgrün, das ich soo grün nicht erwartet hätte.
Ich habe meinen Purpursalbei gestutzt. Ein mächtiges Exemplar, das mittlerweile ca. 2 Quadratmeter einnimmt. Ich habe einige Äste komplett entfernt. Zum Färben habe ich nichtverholzte Stiele und die frischen Blätter benutzt. Da ich bisher die Erfahrung gemacht habe, dass die Färbung grüner wird, wenn man ausschließlich die roten Triebspitzen zum Färben nimmt, hat mich das Ergebnis überrascht.
Gefärbt habe ich auf "Cocoon", einem Merinogarn, das eine Weile lang im Wollatelier Schlawin erhältlich war.
Das neue Grün ergänzt hervorragend die bisher gefärbten Cocoonstränge.

Grün im Duett ergeben unten Blutpflaumenblätter und Purpursalbei (lieber Eberhard, das überzeugt dich sicher!)


Hier kommt die Ligusterbeere ins Spiel:


Hier noch die Apfelbaumrinde und Holundersaft. Das sind Farben die ich besonders liebe!


6. Juli 2010

Holunderblätter, Brennnesselkraut und wieder Purpursalbei und grüne Walnussschalen



Ich habe in den letzten Tagen wieder gefärbt (nicht nur auf schöne Patches gewartet), insgesamt 15 100 g-Stränge. Mit den frischen Triebspitzen des Purpursalbeis habe ich schöne frische Grüntöne erhalten, mit Holunderblättern klares Gelb und mit Brennnesselkraut "Schmuddelgelb", das ich als Kombinationsfarbe sehr schätze (leider allesamt schlecht zu fotografieren, die Farben wirken im original intensiver). Ganz oben rechts seht ihr den feinen Glanz der neben Sockenwolle und meinem Standard-Schurwollkammgarn eingefärbten Wolle-Seide-Bambus-Mischung.


Es sind wieder einige Stränge Wolle im unverwüstlichen Walnusssud gelandet. Da ich alle 2 Tage spätestens den Sud aufkoche, modert er noch immer nicht, ein Ende der Färbekraft ist noch immer nicht abzusehen. Ich habe jetzt 2,5 kg Wolle mit 1 kg getrockneten grünen Walnussschalen eingefärbt. Der Strang oben links ist Sockenwolle. Das Braun ist darauf wieder recht dunkel aufgezogen (es war die vorletzte Färbung!)

3. Juni 2010

Purpursalbei und Blutbuche



Ich habe mit Purpursalbei gefärbt. Die Färbung in zwei Zügen ergab ein sehr schönes helles Grün, leider für meinen Fotoapparat ein rotes Tuch. Ihr müßt euch die Farbe vorstellen wie eine Mischung aus Avocadocreme und Pistazie, sehr appetitlich. Eine sehr schöne Färbung, die sich anbot, da mein Salbeistrauch zurückgestutzt werden mußte. Die Farbe dieser Färbung ähnelt der Färbung mit normalem Salbei sehr. Ich habe ein etwas kräftigeres Grün erwartet, da rotes, bzw. rötliches Laub erfahrungsgemäß grün färbt.


Neugierig bin ich auch darauf, wie die Färbung mit Blutbuchenblättern ausfallen wird, die noch etwas in kaltem Wasser einweichen müssen.