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17. September 2013

Edle Holunderseide


Sehr edel kommt diese Holunderfärbung daher. Gewünscht waren zwei unterschiedliche dunkle Grautöne auf Seide und Wolle/Seide.  Das ist nicht gelungen. Trotzdem finde ich die Färbung sehr schön. Der Wolle/Seide-Strang nahm die Farbe ganz anders auf, als die Seide. Sein Grau geht ins Grüne und erinnert mich an Baumflechten.
Die reine Seide hat einen metallischen Silberton angenommen. Der Wollstrang hinten hat nochmal einen anderen Farbton.

Gefärbt habe ich mit unverdünntem Holunderpresssaft und "Zutaten" nach einem Rezept von Dorothea Fischer zugefügt.
Leider sind Beerenfärbungen meiner Erfahrung nach nicht sehr lichtecht. Daraus Gestricktes sollte besser nur zum Anziehen aus dem Schrank geholt werden.

Nachtrag am 19.09.: Da ich von dem reinen Seidengarn 2 Stränge gefärbt hatte, wandert einer nun in den Shop.


Der Färbetopf steht grade wieder auf dem Herd. Den herb-würzigen Tagetesduft kann ich auch in der Küche gut ertragen, ich mag ihn sogar. Wieder ist metallisch schimmernde Seide gewünscht und gestern hatte ich nach langem Sammeln endlich die benötigte Blütenmenge zusammen. Bei dem hohen Rotanteil der Blüten wird der Farbton bestimmt eher nach Messing als nach Gold aussehen. Ich bin gespannt.


14. Mai 2011

Holundersaft auf Schurwolle


Bereits letzte Woche überreicht habe ich diese Holundersaftfärbung im Auftrag einer Freundin.


So kommt die Wolle aus dem Färbetopf und vergraut im Bad mit Wollwaschmittel zunehmend.
Die Zwischenstufe ist wenig attraktiv - leberwurstartig, dafür gefällt mir das Endergebnis immer sehr gut.

@ Gudrun und Bettina:
Die grünlichen Stränge entstanden vor meinem Urlaub. Den Farbsud ließ ich stehen und fügte ihm nach dem Urlaub noch einmal eine Flasche Holundersaft hinzu. Diese Stränge wurden grau.
Die holundersaftgefärbte Wolle von letztem Jahr hat sich noch nicht verändert. Wie die hellen Grautöne sich verhalten, wird sich zeigen.
Ich habe dem Sud Apfelessig, Meersalz und Weinsäure gemäß der Angaben von Dorothea Fischer für die Färbung mit Holunderbeeren hinzugefügt.
Gebeizt ist die Wolle mit Kaltbeize AL.


17. Februar 2011

Düsteres Leuchten . . .



. . . wie Laternenlicht an einem nebligen Novemberabend.

Der alte Sud aus Holunderpresssaft und Apfelessig bescherte mir noch mehr schönes nebliges Grau und Graugrün. Sehr schön dazu finde ich das Braun-Grün einer ebenfalls frischen Färbung mit roten Zwiebelschalen.

Der Anblick gefiel mir so gut, dass ich zu gut abgelagerten Resten pflanzengefärbter Sockenwolle griff, aus denen ich vor 2 Jahren die unten abgebildeten türkischen Socken strickte. Die Färbungen sind von Jana und mir.

@ sprotte: Ich habe mit Tonerdkaltbeize gebeizt.