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22. Februar 2014

Pflanzengefärbte Komisocken

 Traditionelles Komimuster

Ich habe in den letzten Tage viel Zeit damit verbracht, meinen Bestand an pflanzengefärbter Wolle zu sichten. Dabei fielen mir ein paar Stränge in zarteren Farben ins Auge und wollten zu Sockenwollsets gewickelt werden. Diese Strängelchen machten mir dann so viel Lust aufs Stricken, dass ich ein Projekt begonnen habe, das mich schon länger kitzelte (was vor allem an der Seite von Dennis liegt).
Ich hatte vor, türkische Socken toe up zu stricken, aber bin letztlich bei einem traditionellen Komimuster aus dem Buch "Knitting Marvelous Mittens, Ethnic Designs from Russia" von Charlene Schurch hängen geblieben. Das Buch enthält nicht nur Fäustlinge, sonden eben auch ein Paar Socken. Die im Buch beschriebenen Socken werden vom Bündchen zur Spitze gestrickt. Ich wollte aber sicher sein, dass meine Socken mit dem Muster in der Spitze enden, was meinem Wunsch entgegen kam, an der Spitze anzufangen. Sehr zufrieden bin ich mit meiner Methode der Zunahmen neben dem seitlich verlaufenden Band. Da habe ich einiges ausprobiert (und war kurz davor alle in die Ecke zu werfen), bis es mir gefiel. Klickt das Bild mal groß.

Set aus pflanzengefärbter Wolle


Ich werde teilweise die abgebildeten Farben verstricken, aber auch andere. Begonnen habe ich mit dem intensiven "Neo(n)phytengelb" der Götterbaumfärbung. 

Dann habe ich vorgestern mit Stockrosenblüten gefärbt, die mir Strickliesel Ute geschenkt hat.
Die Färbung mit rot/violetten Blüten ergab ein schönes Olivgrün, besonders schön auf Wolle/Seide im ersten Farbzug.



27. September 2013

Rote Stockrosenblüten - wieder anders


Meine Freundin Sabine hat diesen Sommer wieder fleissig Stockrosenblüten für mich gesammelt, die die von mir gesammelten roten Blüten ergänzten. Leider hatte ich dieses Jahr nur eine färbetaugliche Pflanze im Garten. 
Gefärbt habe ich damit in 3 Farbzügen Seide, Sockenwolle  und nochmal Seide. Die beiden Seidenstränge unterscheiden sich überhaupt nicht. Ich rechne allerdings damit, dass der 3. Farbzug weniger lichtecht sein wird und werde ihn behalten.


So sah die Seide nass aus. Beim Waschen war kein Farbumschlag festzustellen. Erst der Trocknungsprozess brachte den wahren Farbton ans Licht, ein sanftes Grün-Grau, wie Salbeiblätter oder Lavendelkraut. Als die Seide noch nicht ganz trocken aus, war ich sehr erschrocken. Das Grün hatte dunkle Flecken, die irgendwie rau aussahen. 
Die noch leicht feuchte Seide hatte aber einfach noch eine andere Farbe und die abstehenden Härchen der feuchten Wolle wirkten rau. Als die Seide trocken war, war davon nichts mehr zu sehen.



Die mit Stockrosenblüten gefärbte Wolle fehlte mir noch für einen zweiten Indianersommer, der sich etwas vom ersten unterscheidet. Hier sind 4 verschiedene Dahlien-, eine Rainfarn-, eine Goldruten, eine Tagetes- und die Stockrosenfärbung vereint. Heute morgen haspelte ich die letzten 8 Ministränge und habe nun 4 wunderschöne Herbstsets. Ich glaube, eins möchte ich selbst behalten :-)
Hach, und Goldrute schneiden wollte ich heute auch noch, ehe sie völlig verblüht ist.


19. September 2013

Mal wieder eine Stockrosenfärbung


In der letzten Woche färbte ich mit von Strickliesl Ute gesammelten Stockrosenblüten für sie 4 Stränge Sockenwolle ein. Das Ergebnis hat mich mal wieder ziemlich überrascht. 
Färbten doch die schwarzen Blüten Grün und die roten gefüllten Blüten ganz dunkles Grün, das auf meinem Bildschirm wie Dunkelgrau aussieht. Wie auch immer, mir gefallen alle vier Stränge sehr und Ute glücklicherweise auch. Da das Päckchen gestern bei ihr angekommen ist, darf ich die Wolle heute auch zeigen, ohne die Überraschung zu verderben :-).
Ich freue mich jetzt auf die Färbung mit den Blüten, die Sabine und Géraldine für mich gesammelt haben. Wetten, dass die Farben dann wieder anders ausfallen?






27. Juli 2013

Gold und Silber?

Tagetesblüten und schwarze Stockrosenblüten auf Seide

Oder Messing und Zink? Oder Tagetes und Stockrose? In der letzten Woche färbte ich mit schwarzen Stockrosenblüten, die Géraldine für mich gesammelt hat und mit den Blüten, die mein Garten so hergab. Vor allem Tagetes gab es reichlich zu ernten, die ich pur und kombiniert mit Färberkamille und Dahlienblüten verwendet habe.







Tagetes-, Färberkamillen- und Dahlienblüten

schwarze Stockrosenblüten auf Wolle, Wolle/Seide und Seide

16. Juni 2013

Stockrosenfärbung nach dem Trocknen

Färbung mit "schwarzen" Stockrosenblüten auf Seide und Wolle

Tief durchatmen - ich liebe diese Farben! Mit dem Farbumschlag von Blau-Violett zu rauchig hellem Petrol habe ich mich längst versöhnt. Und ich konnte es nicht lassen, noch einen Strang Sockenwolle ins Farbbad zu geben. Als Grundlage hatte dieser Strang schon eine Färbung mit Brennnesselkraut erlebt, so ergab sich ein grünliches Grau und die Sicherheit, dass Farbe bleibt, auch wenn die Lichtechtheit der Überfärbung gering sein sollte (sowieso schon gewagt mit nur 47 g Blüten 200 g Wolle, etwas Seide und dann noch Sockenwolle zu färben). Aber wie immer verleiten diese tollen Blüten zum Weitermachen.

frisch aus dem Farbbad genommen


14. Juni 2013

Der Tag beginnt prächtig mit Stockrosenblüten


schwarze Stockrosenblüten auf Wolle und Seide

Sie blieben lange liegen, die von meiner Nachbarin Inge und mir 2011 getrennt von den roten Blüten gesammelten "schwarzen" Stockrosenblüten. Gestern fielen sie mir in die Hände und ich färbte damit einen Seidenschal und 2 Stränge Lacegarn. Meine Erfahrung mit Stockrosenfärbungen ist, dass sie nicht sehr lichtecht sind und sich mit der Zeit deutlich verändern. Zu Beginn meiner Färberzeit habe ich damit einen Farbzug nach dem anderen gefärbt und festgestellt, dass besonders die hellen Farböne sehr ausbleichen.
Oder ist es ein Altern in Würde? Unten seht ihr, wie meine Komifäustlinge heute morgen aussehen und im Vergleich dazu direkt nach dem Stricken 2006. Sämtliche Blau- und Grautöne sind mit schwarzen Stockrosenblüten gefärbt, das Olivgrün mit roten Stockrosenblüten.

Komifäustlinge 2013

Komifäustling 2006

Der Unterschied zwischen der Farbe auf Seide und der Farbe auf Wolle ist eindrucksvoll. Ich bin gespannt, wie beides getrocknet aussieht.



16.00 Uhr: Mal wieder wurde ich Zeuge einer ungeplanten wundersamen Verwandlung durch Wollwaschmittel. Kaum hatte ich die vormals violette ausgespülte Seide in das Bad mit Wollwaschmittel (dieses Mal das von mir sehr geschätzte Sonett Olivenwaschmittel) eingelegt, schlug die Farbe um. So schnell konnte ich gar nicht gucken. Jetzt präsentiert sie sich in rauchigem Petrol. Schade, das Violett gefiel mir außerordentlich gut, wobei Petrol zu "meinen" Farben gehört und ich es sehr mag.

Unten seht ihr, wie sich die Mispelrindenfärbung weiterentwickelt hat. Der Sud hatte sich nach fast 2-wöchigem Einweichen so intensiviert, dass ich noch einen Farbzug wagte, den ich mit 50% frischen roten Dahlienblüten (noch nicht aus dem Beet, sondern aus dem Topf) aufpeppte. Jetzt werde ich einen Rhabarber-Erdbeerkuchen für einen lieben Menschen backen, der ebenfalls in Würde gealtert ist und heute Geburtstag hat ;-).


2. September 2011

Meine Augustfarben


Das sind meine Augustfärbungen (ohne die kleinen Teststränge) auf einen Blick. Ich mag sie so, weil ich alle Blüten, Blätter und ganze Pflanzen, die mir ihre Farben geschenkt haben, selbst gesammelt habe. Das ist schon besonders, die Farben aus dem erweiterten Garten zu gewinnen. Hier versammeln sich Farben, die ich aus Stockrosenblüten, Waidblättern, Weinlaub, Königskerzenblättern, Dahlienblüten und Schafgarbe gewonnen habe. 
Meine erste Waidärbung fiel intensiver aus, was wohl daran liegt, dass ich beim zweiten Versuch auf 100 g Strängen nur 400 % frische Waidblätter verwendet habe. Aber auch dieser zarte Blauton gefällt mir sehr gut.
Nach Abschluss der Dahlientestfärbung färbte ich ein paar Dahlienstränge ohne auf die strenge Trennung der Blüten und exakte Gewichtsverhältnisse zu achten, sie leuchten in der Morgensonne.
Die Morgensonne sorgt auch dafür, dass die zweiten Züge der Schafgarben- und Weinlaubfärbungen ein zartes Grün zeigen, das nachmittags nicht mehr zu sehen ist. Dann wirken sie kittfarben. 
Pflanzenfarben können eben zaubern.
Das Geheimnis des braunen Stockrosenstrangs ist vermutlich auch gelöst. Die Wolle stammt wohl auch aus dem Beizeeimer, der die "Fehlfarben" bei der Dahlientestfärbung lieferte, weil die Beize erschöpft war. Trotzdem, das Braun gefällt mir, es ist einer Walnussschalenfärbung zum Verwechseln ähnlich.




24. August 2011

Die zweite Stockrosenfärbung in diesem Jahr


Hatte ich bei meiner ersten Stockrosenfärbung in diesem Jahr nur Grüntöne erhalten, überraschte mich die zweite Färbung mit einem dritten Farbzug, der braun wurde. Der zweite Kammzug, auf einem Merino-Leinen-Gemisch gefärbt, wurde deutlich heller als die übrigen Züge. Auffallend war auch, dass alle Stränge braun aus dem Farbtopf kamen und erst nach dem Trocknen grün waren. 
Farbgebend waren hier zu 60% rote Blüten einer Pflanze, die mittlerweile 4 blühende Arme treibt und 40% pink-violette Blüten (die Mischung, die ich für die erste Färbung verwendet hatte).

@ Anke: Ich färbe zwangsläufig mit getrockneten Blüten, da es einige Wochen dauert, bis genug Blüten zusammen sind, um 100 g Wolle pro Zug zu färben.

29. Juli 2011

Die erste Stockrosenblütenfärbung in diesem Jahr


Mit den ersten 100 g gesammelten Stockrosenblüten habe ich in 3 Zügen gefärbt (die unten abgebildete Menge). Einen vierten Zug habe ich nicht gewagt, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Lichtechtheit der Folgezüge nicht gut ist. Gefärbt habe ich mit einem Sammelsurium rot-violetter Blüten. Getrennt davon sammele ich dunkle und rote Blüten.


2. Oktober 2010

Handschuhe mit Stockrosenblüten gefärbt


Auf Wunsch einer jungen Dame, die auch im Winter häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist, stricke ich grade Handschuhe, die mit einer Kappe (die noch gestrickt werden muss) zu Fäustlingen werden, um die Finger schön warm zu halten. Bei abgezogener Kappe läßt sich das Fahrrad dann abschließen und die Hände müssen trotzdem nicht frieren.
Ausgesucht hat sie sich einen Wollstrang aus dieser Serie, nämlich diesen:


Ich stricke ganz klassisch mit Daumenkeil und Daumenzwickel. Mir gefallen diese sanften Naturfarben sehr gut - sie erinnern mich an einen Strandspaziergang. Je nach Tageslicht wirken die Farben anders (unten Abendlicht, oben Morgenlicht).
Einen Strang aus dieser Serie könnt ihr zu Gunsten des Selbsthilfeprojekts "Solarkocher" demnächst hier gegen Spende erwerben.

3. August 2010

Schwarze und rote Stockrosenblüten . . .


. . . haben mich dazu verleitet, sie auf einzelnen Strängen zu kombinieren.
Gefärbt habe ich mit nur 13 g "schwarzer" Stockrosenblüten aus dem liebevoll gepflegten Garten meiner Schwiegermutter, die leider 500 km entfernt von uns wohnt, 100 g "gemischter" Blüten, gesammelt am Straßenrand auf dem Weg zur Arbeit und 25 g roter Blüten meiner einzigen roten Stockrose.
Die Blüten meiner Schwiegermutter hatten eine unglaubliche Färbekraft. Fast Petrol ist die Farbe zunächst auf die Sockenwolle aufgezogen.
Die roten Blüten brachten einen schönen schlammigen Grünton und das Sammelsurium aus violetten und dunkelrosa Blüten färbte Oliv. Die erste und zweite Färbung von links wurde noch mit etwas Purpursalbei für ein helles Grün ergänzt.


Hier eine der Stockrosen meiner Schwiegermutter, von denen sie mir einige Samen des Vorjahres mitgegeben hat. Ich werde ein paar im abgeräumten Gemüsebeet einsäen, um zu schauen, wie es um die Keimfähigkeit bestellt ist und die Jungpflänzchen dann an den gewünschten Ort verpflanzen. Im nächsten Jahr werde ich dann hoffentlich eine reiche Samenernte an euch weitergeben können.



Zusätzlich zu den 3 Strängen Sockenwolle habe ich 400 g meines Lieblingsschurwollkammgarns gefärbt. Die rauchigen Nebeltöne der schwarzen Stockrose rechts werden sicher mit der Zeit etwas blasser, aber ich liebe sie.

26. Juni 2010

Die erste Stockrose blüht . . .


. . . an der Hauswand. Ich freue mich über das leuchtende Rot, das mir viele schöne Grüntöne schenken wird. Die Farben der Stockrosenblüten können sehr unterschiedlich ausfalllen.
Ich sammele jeden Tag die Blüten auf, die verblüht sind und trockne sie auf Küchenkrepp. Ich nehme nie frische Blüten, die sind mir zum Abschneiden viel zu schade. Diesese Jahr werde ich mich bemühen, die unterschiedlichen Farbschattierungen der Blüten getrennt zu sammeln, um zu schauen, wie sich das auf die Färbung auswirkt.