Ich hatte am Samstag Besuch von einer ganz lieben Freundin, die ich viel zu selten sehe. Sie hatte ihr Spinnrad dabei, ein altes Moswoltschätzchen, das lange Zeit in einem Waldorfkindergarten Staub ansetzte. Wir kardierten jede Menge Wolle, die sie mitgebracht hatte und probierten, wie man auf ihrem Rad am besten Alpaca verspinnen kann.
Ich hatte den Eindruck, es reißt mir die Fasern aus der Hand. Ich nehme mein Hammerrad nur noch, um darauf dickere Singlegarne zu spinnen und weiss mittlerweile die fein justierbare Spulenbremse des Lendrums sehr zu schätzen und möchte bei feineren Garnen nicht mehr ohne sein. Meine Freundin fand aber schnell einen brauchbaren Rhytmus und war mit ihrem Ergebnis zufrieden.
Zum Gucken und Staunen brachte sie dieses angestrickte Werk mit. Sie hatte sich vor einiger Zeit mal von mir pflanzengefärbte Wolle mitgenommen und präsentierte nun dieses Teil, von dem sie noch nicht sicher ist, ob noch Ärmel dran kommen oder ob es ein Top wird (sie ist sehr schmal und zart und kann sowas gut tragen).
Unverkannbar ist die Ähnlichkeit zwischen meinem Dammann-Hammerrad und dem Moswolträdchen, sogar die Spulen passen (aber nur in eine Richtung).




















