Zur Abwechslung stricke ich mal keine Handschuhe, sondern einen Schal. "Tilly" aus dem Buch "A fine fleece, knitting with handspun yarns" von Lisa Lloyd gefiel mir seit dem ersten Durchblättern. Nun stricke ich Tilly allerdings nicht aus handgesponnenem Garn, sondern aus Vorlaufgarn von Rosy Green Wool. Ich hatte das Glück die letzten 500 g erwerben zu können. Ich habe 400 g mit grünen Walnussschalen gefärbt und 100 g mit Dahlienblüten. Der Schal wird unbeschreiblich weich. Das Muster verschlingt die Wolle und ich bin gespannt, wie weit ich mit 400 g komme. Was mich freut: Es hat sich schon ein zukünftiger Träger gefunden. Mein Mann fühlte sich spontan zu "Tilly" hingezogen und bis Weihnachten werde ich bestimmt fertig.
15. November 2012
11. November 2012
Zwergenfäustlinge
Der Adventsbasar an der Schule meiner großen Tochter steht bevor. Jedes Elternhaus soll 2 Teile beisteuern und so gab ich meiner Handschuhstricklust mal wieder nach und strickte diese Fäustlinge.
Ich habe ein vor längerer Zeit gekauftes "Keiner ist wie ich-Knäuel" aus dem Dornröschen-Shop von beiden Seiten angestrickt und war doch überrascht, wie unterschiedlich die Fäustlinge geworden sind. Ich habe schon überlegt, ob ich noch einmal für beide einen neuen Partner stricken soll, aber etwas Unterschiedlichkeit darf sein, oder?
9. November 2012
Die haben das Zeug zu Lieblingshandschuhen . . .
. . . und passen sooo gut zu meiner Lieblingstasse. Ich habe sie aus der "Newsealand Merino" von der Zauberwiese gestrickt und bin ganz begeistert. Es freut mich, dass es Handfärber gibt, die auch Biogarne im Angebot haben. Dieses Garn ist aus kontrolliert biologischer Tierhaltung.
Mein Tipp: Es lohnt sich immer nachzufragen. Für die handgefärbten Garne der Zauberwiese, die als organic wool ausgewiesen sind, liegen die entsprechenden Zertifikate vor. Danke, Frau Abu-Toboul!
3. November 2012
Vor dem nächsten Regen . . .
. . . konnte ich heute morgen schnell ein paar Fotos des nächsten Handschuhvergnügens machen. Die Färbung finde ich betörend. Alexandra Abu-Toboul von der Zauberwiese hat sie "Stillleben" genannt, ich hätte ihr den Namen "Amselei" gegeben.
Im Sommer konnte ich Amseleier bewundern (leider in einem zerstörten Nest), die genau diesen Farbton hatten.
Das Garn ist ein wunderbar feines Kammgarn, organic merino aus Neuseeland mit einer Lauflänge von 440m/100g. Die Zauberwiese bietet ein weiteres dickeres organic yarn an (Frau Abu-Toboul war gern bereit, mir das GOTS-Zertifikat zu zeigen).
Die Handschuhe stricke ich mir statt "auf den Leib" "auf die Hand". Da das Garn sehr zart ist, habe ich mehr Maschen angeschlagen, als ich es für Sockenwolle getan hätte und Nadelstärke 2,25 gewählt.
Hier habe ich die alte Handschuhtabelle aus dem Burda-Heft von 97 mit dem Basic-Daumen von Ewa Jostes kombiniert, den ich gern mal ausprobieren wollte. Der Daumen gefällt mir sehr gut, läßt sich leicht stricken und sieht nicht so klobig aus, wie ein "normaler" Daumenkeil, der an der Hand allerdings auch sehr gut sitzt (und aussieht).
Hier habe ich die alte Handschuhtabelle aus dem Burda-Heft von 97 mit dem Basic-Daumen von Ewa Jostes kombiniert, den ich gern mal ausprobieren wollte. Der Daumen gefällt mir sehr gut, läßt sich leicht stricken und sieht nicht so klobig aus, wie ein "normaler" Daumenkeil, der an der Hand allerdings auch sehr gut sitzt (und aussieht).
In der Tabelle für diesen Daumen steckt ein Fehler (in der von mir gewählten Größe zumindest), der zum Glück keine schädlichen Auswirkungen hatte, da ich ihn rechtzeitig bemerkt habe.
Die Bausteine des Baukastensystems haben mich regelrecht erschlagen, ich weiss nicht, ob ich als ungeübter Stricker durchgestiegen wäre.
Das Burda-Heftchen schafft auf zwei Seiten auch Anfängern das Stricken von Fingerhandschuhen beizubringen.
Das Buch von Ewa trägt jedoch viel Basiswissen und Tipps rund ums Stricken zusammen, von dem jede Strickerin profitieren kann.
Schwierig, die eigene Hand zu fotografieren :-) - die kleine Canon Ixus zeigt die Farbe nicht so schön wie ihre große Schwester, mit der ich die anderen Fotos gemacht habe.
29. Oktober 2012
Das ging jetzt aber schnell . . .
. . . den zweiten Handschuh zu stricken und alle Fäden zu vernähen. Das Kind ist glücklich und ich habe tatsächlich Lust noch mehr Handschuhe zu stricken.
28. Oktober 2012
Fingerhandschuhe für kleine Hände
Meine 4-jährige wünscht sich Handschuhe, aber es müssen Fingerhandschuhe sein. Ich hatte gehofft Fäustlinge stricken zu können. Nein, das geht gar nicht!!!
Ein ganz schönes Gefummel sage ich euch. Die Maße habe ich mir aus verschiedenen Handschutabellen zusammengeklaubt. Angeschlagen habe ich 42 Maschen mit dem Rest von diesen Tweedsocken und ein 3-rechts-3-links-Bündchen gestrickt. Jetzt nehme ich den zweiten Handschuh in Angriff.
Das untere Bild setzt die Größenverhältnisse ins rechte Licht. Den Fäustling unten trug sie vor 2 Jahren und auch im letzten Winter passte er noch so eben. Der obere Handschuh paßt mir.
21. Oktober 2012
Alle Fäden sind vernäht . . .
. . . und ich bin froh, dass das erledigt ist. Ungefähr drei Stunden habe ich dafür gebraucht.
Für die Handschuhe habe ich 55 g gebraucht + 3 g abgeschnittene Fäden. Jetzt werden die Handschuhe bis Weihnachten eingemottet und dann hoffentlich für ein erfreutes Gesicht sorgen.
17. Oktober 2012
Herbstfarben
Ich schwelge in Herbstfarben. Farbgeber waren Dahlienblüten und grüne und braune Walnussschalen, bzw. die Fruchthüllen, die die Nüsse umgeben.
Besonders spannend ist es Kammzüge mit Pflanzenfarben einzufärben. Das ausgiebige Waschen und Spülen fördert die Filzneigung. Besonders im tropfnassen Zustand sehen sie erbärmlich aus. Vorsichtiges Auseinanderziehen ergab, dass alles gut ist. Bei dem edlen Material, auf dem ich gefärbt habe, wäre es sehr schade gewesen, wenn ich eine Filzwurst erhalten hätte. Dazu später mehr.
14. Oktober 2012
Alte Liebe . . .
. . . neu aufgelegt. Diese Fingerhandschuhe sind mindestens 20 Jahre alt. Ich trug sie schon, als mein Sohn keine 3 Jahre alt war (und er ist mittlerweile fast 23). Die Anleitung stammt aus der "Brigitte", heißt schlicht und einfach "Gemusterte Fingerhandschuhe" und war damals sehr beliebt.
Ich strickte sie für meine Mutter und mich. Ihre Exemplare in Blau-Grün-Tönen waren irgendwann so zerschlissen, dass ich ihr versprach neue zu stricken und ihr solange meine überließ.
Nun ja, die Jahre vergingen und irgendwann war sie der festen Überzeugung, die Handschuhe seien immer schon ihre gewesen ;-). Sie wurden von ihr an vielen Stellen liebevoll geflickt.
Da meine damalige Vernähtechnik der Fäden suboptimal war, hat sie jeden Faden einzeln mit Nähgarn fixiert!!!
Und jetzt endlich werden sie neu aufgelegt (und werden wohl ein Weihnachtsgeschenk für meine Mutter werden, die hier nicht mitliest).
Ich stricke sie aus der wunderbar weichen dünneren Qualität von "Rosy Green Wool" in den Farben Laguna, Moos, Isar Kiesel, Edelweiß und Cornwall Schiefer. Das Fädenvernähen wird hart, aber das Stricken ist einfach nur schön.
11. Oktober 2012
Heimische Schafrassen und ihre Wolle
Stricken, Spinnen und Färben, der Umgang mit dem Material Wolle, sind für mich Tätigkeiten, die ich nicht missen möchte, die mein Leben bereichern. Ich war irritiert, als ich anfing mich näher damit zu beschäftigen, wo die Wolle herkommt, mit der ich so gern umgehe, wie die Tiere gehalten werden, denen wir die Wolle verdanken und nicht zuletzt welchen Risiken Menschen im Bereich der Wollindustrie außerhalb Europas teilweise ausgesetzt sind. Wie eine aufziehende dunkle Wolke nahm mir das zunehmende Wissen darüber die Freude an meiner Lieblingsbeschäftigung.
Aber die Sonne scheint wieder. Es gibt Alternativen, sowohl im Bereich der Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung als auch bei Wolle, deren Produzenten, die Schafe, in der Landschaftspflege tätig sind oder aus Kleinherden von Hobbyhaltern stammen (wie die Tiere meiner Nachbarin).
Besser als hier und hier kann man es wohl nicht erklären, warum der Kauf dieser Wolle sinnvoll ist, auch wenn die Wolle nicht (ausschließlich) aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammt.
Besser als hier und hier kann man es wohl nicht erklären, warum der Kauf dieser Wolle sinnvoll ist, auch wenn die Wolle nicht (ausschließlich) aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammt.
Umgekehrt ist es aber so, dass Biolandschäfereien (deren Schafe zur Landschaftspflege eingesetzt werden und deren Fleisch vermarktet wird) ebenfalls ihre Wolle einbringen.
Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte mal auf diesen Seiten stöbern.
Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte mal auf diesen Seiten stöbern.
Viel Spaß dabei!
Ach, ja, Ergänzungen und Anmerkungen von euch sind hochwillkommen!Unbedingt ergänzen möchte ich diese Seite aus Südtirol, auf die Ilona in ihrem Kommentar verwies, wunderschöne Fotos und tolle Wolle. Die Kardiermaschine ist 200 Jahre alt!
Naturwoll
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