26. Oktober 2011

Noch mehr Cochenillefärbungen


Dieses Mal habe ich nach dem Cochenillerezept 2 von Dorothea Fischer gefärbt. Die Färbung soll in 3 Zügen "Rot" ergeben.


So sah das im ersten Zug gefärbte Garn vor dem Waschen und Spülen aus. Ein Rot, das mich sehr an Krapprot erinnert. Das mir schon bekannte Mysterium folgte:
Aus dem warmen Rot wird nach dem Waschen und Trocknen ein dunkler Beerenton. Wieder einmal frage ich mich, ob ich "magisches Wasser" habe oder merkwürdiges Waschmittel benutze, letzteres ist zumindest nicht der Fall.

Auch Farbzug 2 und 3 wandelte sich von warmem Rot zu Beerenfarben, die mir aber zweifellos sehr gut gefallen.


Nun zum 4. Zug: Der ist im Rezept nicht vorgesehen. Da der Sud noch sehr farbkräftig aussah, habe ich kaltgebeiztes Kammgarn gefärbt, dass sämtliche Farbpigmente aufgesogen hat, danach war der Sud fast klar (das habe ich bei Cochenillefärbungen noch nie so drastisch erlebt).


Hier sieht man deutlich wie grell rosa die Wolle geworden ist (rechts der 5. Farbzug nach Cochenillerezept 1 ist zwar auch rosa, aber es fehlt der "Neoneffekt"). Entweder mag man es oder nicht. Ich mag´s, ist ja schließlich eine Naturfarbe.

Kommentare:

  1. Ich finde sie immer wieder schön!!! Klasse!
    Ich verwende fast immer Regenwasser zum beizen und färben. Spülen dann unter dem laufendem Wasser... Vielleicht liegt es an der Wasserqualität?
    Grüsschen
    Dany

    AntwortenLöschen
  2. Ob Wasserqualität oder nicht - ich finde sie einfach gigantisch schön!!!

    GLG Ruth

    AntwortenLöschen
  3. Naturalnie barwiona wełna ma niepowtarzalne piękno, Twoje wełny to potwierdzają :)
    Serdecznie pozdrawiam

    AntwortenLöschen
  4. die barben sind toll - bloss bloed, wenn man unbedingt ein rot haben will:)) das pink geht ja schon irgendwie mit den anderen, auch, wenns knallig ist - der vorteil von naturfarben?

    AntwortenLöschen
  5. ehm, keine barben - sondern farben, sorry:))

    AntwortenLöschen
  6. Ist ja spannend wie sehr sich die Farbe beim trocknen geändert hat. Vielleicht muss man mit Essig spülen um das Rot zu halten?

    AntwortenLöschen
  7. Ooooh, die Farben sind toll! Ich find sie wunderschön, wobei der warme Rotton schon auch genial gewesen wär. ;-)
    Das Pink, sonst gar nicht meine Farbe, sieht hier einfach nur Wow aus, wie du sagst, eine natürliche Farbe.

    Ich denk es liegt bestimmt am Wasser, aber die Färberin selbst hat auch massiven Einfluss. Das ist zumindest meine Erfahrung.

    Herzliche Grüsse
    Alpi

    AntwortenLöschen
  8. Dass ist sehr wunderbar schon die WOLLE!!! und die viele farben!!! Ich habe auf workshop auch mit cochenille gefarbt. Nun bin Ich schon lace stricken mit dass pink farbe merino.
    Sehen Sie meine blog uber einige tagen.
    Viele grussen mieke

    AntwortenLöschen
  9. Ich liebe Deine Färbeergebnisse und kann mich nicht satt dran sehen!

    AntwortenLöschen
  10. Mir gings heut ebenso wie dir, bloß hab ich Rezept Nr. 3 (Weinsäurebeize) genommen. Waren die Stränge (1x Sowo mit Bambus, 1x Schoppel 'Reggae') schon gleich nach dem Einlegen satt dunkelrot, hatten sie nach dem Färben ein dunkles kaminrot. Aber als sie mit dem Spülwasser in Berührung kamen, wurde aus dem rot ein dunkler Beerenton, selbst das Rasten in Essigwasser (6ml Essigessenz auf 3l Wasser) nutzte rein gar nix- beere blieb beere...
    Der zweite Zug war von vorne herein pink (ich denk dass die verschiedenen Beizen schuld waren), der dritte ist im Moment zartrosa und darf noch ziehen- vierten gibts definitiv keinen mehr- die Farbflotte sieht total verbraucht aus...

    AntwortenLöschen
  11. Ich kann mich nur den Lobenden und schwärmenden Worten anhängen!
    Was für eine Farbrillianz eine Augenweide!!!
    Liebe Grüße
    Ricki

    AntwortenLöschen