26. Januar 2014

Gefärbt wird auch noch . . .


 . . . viele Pflanzenfärber machen ja im Winter Pause, aber das kann ich nicht ;-)
Es musste mal wieder sein und ich ärgerte meinen Mann in der Küche mit dem Geruch von gekochtem Laub und Zwiebelschalen, lecker, lecker . . .
Die Färbungen sind schon eine Woche alt, aber erst heute hübschte ich die letzten beiden Stränge fürs Gruppenfoto auf. Sie waren beim Färben doch ziemlich zerwuselt worden und ich musste alle noch einmal haspeln. Farbgeber waren Blutpflaumenblätter und rote Zwiebelschalen. Wie es sich für Pflanzenfärbungen gehört, überraschten sie mich mal wieder.





21. Januar 2014

Ich gebe es zu, ich bin im Mützchenfieber


Meine Enkelkind brauchte eine neue Quynnmütze (ravelry-Anleitung) und Oma strickte . . . Zunächst schlug ich irrtümlich eine Größe an, die der junge Mann schon auf Lager hat, die aber noch zu groß ist.
So wurde improvisiert, denn die Anleitung sieht eine Zwischengröße nicht vor. Das Mützchen, mit 66 angeschlagen, wurde heute übergeben und passte genau auf seinen Kopf und verwandelte ihn in einen süßen Zwerg. 
Gestrickt sind beide Mützen aus Noro Kureyon in einer meiner Lieblingsfarbnummern, der 150. Ich habe zum Glück davon noch ein paar Knäuelchen, ist eine Auslauffarbe, wenn man sie überhaupt noch bekommt.


Da Julian ja bereits ein Mützchen in der größeren Größe hat, kommt diese in den shop. Hier finde ich auch den Farbverlauf besonders gelungen (da habe ich mit der Neukombination von Knotenknäueln etwas nachgeholfen ;-) ).


15. Januar 2014

Noch ein Quynnmützchen . . .



Weil es so viel Spaß macht, habe ich direkt noch ein etwas größeres Wollhelmchen aus der weichen handgesponnenen Wolle gestrickt. Jetzt ist aber erst Mal mein kleiner Enkel dran, dessen erste Quynn-Mützchen, die er viel getragen hat, nun zu klein geworden sind.


12. Januar 2014

Zuckerstangenmützchen


Das ist aus dem kleinen Strang Zuckerstangenwolle geworden. Ein zuckersüßes Zuckerstangenmützchen, das von der bezaubernden Clara präsentiert wird. Die Puppenclara wohnt seit Freitag bei uns und hat aller Herzen im Sturm erobert.



11. Januar 2014

Technik, die begeistert ;-) . . .

Zuckerstangenwolle, lecker

. . . das ist die beste Lazy kate, die ich besitze. Ein altes Körbchen von Ikea, 2 olle Metallstricknadeln und fertig ist die Zwirnstation, die ich so ähnlich neulich bei Katja bewunderte. Diese ungebremste Lazy kate ruckelt nicht und das Zwirnen macht endlich wieder Spaß.


Ich verzwirnte damit eine Spule naturfarbener südamerikanischer GOTS-Merino und eine Spule butterweicher Polwarthwolle, eine schöne Färbung von Sonnentaler. Da bin ich mal fremd gegangen (sonst bediene ich mich ja meistens nebenan in der Stockumer Wollwerkstatt) und war sehr begeistert von dem völlig filzfreien Kammzug (und da bin ich durch Géraldine und Melanie verwöhnt).


Die beiden Spulen verzwirnte ich dann mit Hilfe eines Spinnflügels, dessen Technik beim Zwirnen dann ebenfalls begeistert, des WooLee winders fürs Lendrum. Auf die Spule passten dann maximal 112 g Zwirn, so dass ich 3 Einzelstränge erhielt.


Die Farben und das Material prädestinieren diese Wolle für Babystrick. Den kleinen Strang habe ich mir schon gewickelt und werde daraus ein Mützchen beginnen (mal schauen, ob 35 g reichen).


Diesen Strang könnt ihr im shop finden, falls ihr auch Lust auf Babymützchen habt ;-)
Nachtrag: Weg isser


4. Januar 2014

Die erste Bildergeschichte in diesem Jahr . . .


Es war einmal ein von Géraldine gefärbter Kammzug aus Neuseelandwolle . . .


. . . der wurde in vier Längsstreifen geteilt und zu einem Singlegarn versponnen.
Die erste Spule füllte sich am Neujahrstag, die zweite gestern . . .


Heraus kamen Geschwister, aber keine Zwillinge. Der Neujahrsstrang hat eine Lauflänge von ca. 293 Meter auf 100 Gramm, der andere von ca. 250 Meter auf 100 Gramm. 
Das war nicht beabsichtigt, spricht aber dafür, dass ein Mensch am Spinnrad sitzt und keine Maschine. Ich denke, dass sich beide trotzdem gut zusammen verarbeiten lassen, z. B. zu einem großen asymmetrischen Tuch  und eventuell noch Mütze oder Stulpen dazu.
Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht!
Da ich immer noch an dem Tuch für meine Mutter stricke, landen diese Beiden nachher im Shop.

Nachtrag am 4.1.14: Tja, die Geschwister sind sich doch ähnlicher als gedacht. Der erste Strang wiegt nämlich deutlich mehr. Beide Stränge sind nun wirklich trocken und statt 293 Meter Lauflänge sind es 267 Meter. Ich habe bei meiner ersten Berechnung einfach das falsche Gewicht berücksichtigt. Da hat Géraldine mir ein paar Gramm geschenkt.  ;-)

31. Dezember 2013

Der letzte Tag im Jahr


Ich habe die Gunst der Stunde genutzt, kardiert und das letzte Licht genutzt, um die Batts noch zu fotografieren. Die kleine Kardierkünstlerin von gestern ist mit dem Papa unterwegs und das ist auch gut so. Sie hätte es bestimmt nicht ertragen, nicht auch mit den Farben spielen zu dürfen (denn heute wollte ich mal ganz unbeeinflusst sein).
Dieses Mal habe ich nicht in die Restetüte gegriffen, sondern mit herrlicher niegelnagelneuer Südamerikanischer Merinowolle und einem Hauch  Angelina und Seidenfasern "gemalt".

Und als ich merkte, dass mich aus der bunten Tüte wieder die eisigen Farben am meisten riefen, steuerte ich dagegen an und ließ es richtig krachen. 

Gleich mache ich weiter, denn ich möchte für morgen beim "Neujahrsspinnen" ein paar Batts zu Corespun verarbeiten. 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch! Bis nächstes Jahr!





30. Dezember 2013

Farbfeuerwerk



Das sind Farben!!! Sowas passiert, wenn eine 5 1/2 jährige Kardierkünstlerin in die Restetüte greift und sich für die letzte Lage Wolle etwas "Bling-Bling" in Form von Angelinafasern erbittet. Jetzt glaubt nicht, es wäre kinderleicht, solche Batts zu kardieren. Da steckt ganz viel intrinsische Motivation dahinter. Stundenlang könnte sie Kardiervideos ansehen und oft fragt sie, ob wir uns zusammen "Kate" (from Ashford), die sie besonders liebt, anschauen. Ich staunte nicht schlecht, als sie gestern wie ein Profi die Kardiermaschine bediente (und ich bin wirklich sehr eigen, was meine Kardiermaschine betrifft). Lediglich beim Lockern der teilweise angefilzten Kammzugreste brauchte sie manchmal Hilfe und von der Walze abgenommen habe ich die Vliese selbst.



Versponnen habe ich die Batts dann als Corespun, teilweise mit opulentem Lurex als Autowrap - Bollywood pur!



Passend zum Corespun entstand dann noch ein zweifädiges Garn. Man sieht sehr deutlich, wie sich unterschiedliche Spinntechniken auch auf die Farben auswirken.
Und mit solchen Farbfeuerwerken möchte ich die letzten beiden Tage in diesem Jahr verbringen. Heute darf ich an die Kardiermaschine :-)


29. Dezember 2013

Mein Weihnachtsgarn


In den letzten 12 Tagen habe ich dieses Garn gesponnen. Ich hatte einen Bluefaced Leicester Kammzug bei DaWanda gekauft, der mich anlachte. Der Plan war, daraus ein voluminöses Singlegarn zu spinnen, was nicht möglich war, da der Kammzug an einigen Stellen stark angefilzt war. So griff ich zum WooLee Winder und sponn den Kammzug relativ dünn aus, was ja auch bei angefilzter Wolle gut geht und verzwirnte ihn mittels "chain-ply", bzw. als Navajozwirn.


Die Farben kamen mir dann auf der Spule sehr weihnachtlich vor.


Auf die kleine WooLee Winder-Spule passen 150g Bfl, wer hätte das gedacht. Verzwirnt füllt das Garn dann fast eine große Lendrum-Spule. Meine Lazy kate war dieses Mal ein Körbchen, das die mit einer Stricknadel "aufgespießte" Spule hielt (so ähnlich hatte ich es bei Katja neulich gesehen). Das funktionierte ohne Rucken einwandfrei ;-)


Das Garn plusterte sich nach dem Waschen deutlich auf und hat nun eine Lauflänge von 150m/100g, fühlt sich weich und fluffig an und könnte ideal für eine Mütze sein.




19. Dezember 2013

Lavendelliebe

aaaah, wie das zu meinen Header passt :-)



Je kürzer die Tage, umso mehr sehne ich mich nach Licht. Nee, ich bin absolut nicht der Typ dafür, lauschige Adventstage zu zelebrieren, auch wenn ich es mir jedes Jahr vornehme. Zur Stimmungsaufhellung kam mir ein herrlicher Kammzug von Melanie sehr gelegen. "Lavendelliebe" - gefärbt auf Bluefaced Leicester und Seide. 
Versponnen habe ich ihn beim letzten Spinntreffen und heute ist er halbwegs trocken und hat sich gründlich aufgeplustert. Vorm Waschen hatte das Garn eine Lauflänge von 223m/100g, die neue Lauflänge interessiert mich mal ausnahmsweise nicht, da ich es direkt zum Knäuel wickeln werde, statt es erneut zu haspeln.


Unbeschreiblich weich ist es geworden, das liebe Lavendelgarn. Daraus werde ich mir etwas für meinen Hals stricken. Melanie, danke für diese schönen Farben, die hier sooo gut hin passen.

im Vergleich zu 4-fädiger Sockenwolle